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Geburtshilfe in Tölz vor dem Aus?

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Bad Tölz - Die Geburtshilfe-Abteilung an der Tölzer Stadtklinik steht möglicherweise vor dem Aus. Alle Bemühungen, neue Gynäkologen zu finden, waren bislang umsonst, wie Geschäftsführer Dr. Joachim Ramming bei einem Pressegespräch mitteilte.

Heute Vormittag wurden die Mitarbeiter der Geburtshilfeabteilung - Ärzte, Hebammen, Pflegepersonal - informiert, dass "wir die Geburtshilfe an der Stadtklinik womöglich nicht dauerhaft werden fortführen können", wie Ramming in einer Mitteilung an die Angestellten schreibt.

Wie mehrfach berichtet, steht die Geburtshilfe nach dem unerwarteten Tod von Dr. Bernhard Schwaiger und dem Abschied von Dr. Wolfgang Oettle nur noch mit zwei Belegärzten da. Bei rund 500 Geburten im Jahr ein kaum zu stemmendes Pensum. Alle Bemühungen, einen weiteren Belegarzt zu finden, seien gescheitert, sagte Ramming beim Pressegespräch. Auch konnte aufgrund zu weniger Bewerber keine eigene Abteilung für Geburtshilfe geschaffen werden. Eine Kooperation mit den umliegenden Krankenhäusern in Wolfratshausen, Agatharied oder Garmisch ließ sich nicht umsetzen.

Bis Mitte nächsten Jahres soll die Abteilung noch im gewohnten Umfang weiterlaufen. "Wir wollen allen Frauen, die jetzt schwanger sind, ermöglichen, bei uns ihr Kind zur Welt zu bringen", so Ramming. Daneben sollen weiter alle Versuche unternommen werden, einen weiteren Belegarzt oder eine andere Lösung zu finden. Sollte dies nicht gelingen, gibt es wohl keine Zukunft für die Geburtshilfe an der Tölzer Stadtklinik.

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