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Ab in die Gelbe Tonne , heißt es ab sofort für Verpackungen aus Plastik oder Metall. 

Umstellung des Müllsystems

Gelbe Tonnen sind da, Wertstoffinseln kommen weg

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Im Landkreis vollzieht sich dieser Tage ein Umbruch im Abfallsystem: Die oft ungeliebten Wertoffinseln werden bis Freitag abgebaut. Verpackungen aus Plastik und Leichtmetall gehören ab sofort in die schwarz-gelbe Tonne. Jedes Haus sollte mittlerweile eine haben – eigentlich.

Bad Tölz-Wolfratshausen – In vielen Betrieben geht es zwischen den Jahren eher ruhig zu. Im kreiseigenen Abfallwirtschaftsunternehmen (AWU)aber sind es „stressige Tage“, wie Geschäftsführer Reiner Späth sagt. Schließlich haben er und sein Team den größten Umbruch in Sachen Müllentsorgung seit vielen Jahren zu bewältigen: die Einführung der schwarz-gelben Verpackungstonne.

Die Fahrten zu einer der bislang 62 Wertstoffinseln haben schon jetzt ein Ende. Am Mittwoch hat das AWU begonnen, sie abzubauen, bis Freitag will man damit fertig sein. Zum letzten Mal geleert wurden die Gitterkörbe am 23. Dezember. Was über die Feiertage noch darin landete, wird beim Abbau entsorgt. Generell gelte aber schon seit Weihnachten: „Die Bürger sollen die Gelbe Tonne benutzen“, so Späth.

So eine Verpackungstonne – schwarz mit gelbem Deckel – müsste jetzt eigentlich in allen Haushalten im Landkreis bereitstehen. „Wir haben Mitte November mit der Auslieferung angefangen und sind vergangene Woche fertig geworden“, erklärt Christian Wiesheu, Fachbereichsleiter bei der beauftragten Firma Heinz in Moosburg. Alles in allem habe es reibungslos funktioniert. „Natürlich gibt es immer wieder kleinere Probleme, die sind jetzt abzuarbeiten“, so Wiesheu. Das betrifft in erster Linie die Größe der Tonnen. Generell wurden den Haushalten Verpackungstonnen zugeteilt, deren Dimension sich an der Papiertonne orientierte. Jetzt gehen bei der Firma Heinz immer wieder Anfragen nach größeren oder kleineren Verpackungstonnen ein. „Wir kommen den Wünschen der Bürger nach“, verspricht Wiesheu.

Nicht immer ganz klar, wo die Tonnen hingehören

Falls jemand noch gar keine Verpackungstonne bekommen hat, kann er sich ebenfalls noch telefonisch unter der Service-Hotline (0800/1 14 34 69) melden. Reiner Späth gibt den Tipp, vorher noch einmal den Blick schweifen zu lassen, ob vielleicht in der näheren Umgebung des Hauses doch irgendwo eine herrenlose Tonne steht. Die Mitarbeiter der Firma Heinz hätten nämlich nur die Adressen der Haushalte bekommen – aber aus Datenschutzgründen keine Namensangaben. Deswegen sei nicht immer ganz klar gewesen, an welcher Stelle genau die Tonne vor oder auf bestimmten Anwesen abzustellen war.

Christian Wiesheu von der Firma Heinz bestätigt, dass nicht jede Adresse leicht zu finden gewesen sei. „Es ist ja nicht überall so, dass die Hausnummern geordnet und aufsteigend auf der einen Straßenseite gerade, auf der anderen ungerade sind. Und wenn man vor Ort nachfragt, ist den Leuten manchmal nur der Hof- oder Familienname bekannt – den wir aber nicht kennen.“ Eine Herausforderung könnte in dieser Hinsicht die Jachenau mit ihren Bruchteilhausnummern gewesen sein. Da ergehe es der Firma Heinz aber in vielen anderen Landkreisen genauso, erklärt Wiesheu.

Leichtverpackungen und Metall gehören in eine Tonne

Was genau in die Verpackungstonne gehört, sei dagegen „durch die Aufkleber darauf recht klar ersichtlich“, meint Wiesheu. Bei Reiner Späth laufen trotzdem noch viele Fragen dazu auf. „Dass Leichtverpackungen und Metall zusammen in eine Tonne kommen, das ist für viele Bürger noch neu“, sagt er. Papier und Glas gehören nicht in die Gelbe Tonne, sondern in die Papiertonne (übrigens auch Geschenkpapier) beziehungsweise in den Glascontainer.

Geleert werden die Verpackungstonnen erstmals im Januar. „Bei mir privat zu Hause zum Beispiel am 4. Januar“, sagt Späth. Den konkreten Termin kann jeder für seinen Haushalt im Abfuhrkalender nachschauen. Sollte die Tonne schon vorher voll sein, kann man seinen Verpackungsmüll in einer Übergangszeit bis 31. Dezember 2018 noch zum örtlichen Wertstoffhof bringen. Danach stehen hierfür nur noch die fünf Wertstoffhöfe in Wolfratshausen, Geretsried (Malvenweg), Bad Tölz sowie auf den Deponien in Greiling (Am Vorberg) und Quarzbichl zur Verfügung. „Das ist unser Reservesystem, soll aber das Hauptsystem natürlich nicht torpedieren“, sagt Späth. „Den Verpackungsmüll in der Gelben Tonne zu entsorgen, ist ja für die Bürger ohnehin bequemer.“

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