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Wo ist der tote Winkel? Das erklärten die Polizisten Lars Werner (li.) und Johann Krey den Schülern. 

Gemeinsame Aktion von Polizei, BOB und RVO

Geordnet in den Bus geht’s schneller: Schüler staunen

In dieser Unterrichtsstunde lohnt sich das Hinhören ganz besonders. Vier fünfte und drei sechste Klassen der Tölzer Realschule bekommen diesen Montag und Dienstag auf Initiative der Polizei, der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) und des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) die Gefahren ihres täglichen Schulwegs aufgezeigt.

Bad Tölz– „Da die Kinder mit dem Übertritt nun vermehrt mit Bus und Bahn zur Schule kommen, war es der Schulleitung ein Anliegen, die Schüler für die Probleme an der Bushaltestelle und am Bahnsteig zu sensibilisieren“, erklärt Lars Werner von der Tölzer Polizei.

Ein Schwerpunkt der Schulung war vor allem der tote Winkel. Um diesen zu veranschaulichen, breiteten Lars Werner und sein Kollege Johann Krey eine rote Plane an der linken Seite des Busses aus und markierten somit den Bereich, auf den der Busfahrer keine beziehungsweise nur eine sehr eingeschränkte Sicht hat.

Zudem wurden die Schüler auf die mitunter schwerwiegenden Folgen des Rangelns beim Ein- und Aussteigen in den Bus aufmerksam gemacht. Zur großen Verwunderung der Kinder bewiesen ihnen die Beamten anschließend, dass ein geordnetes Einsteigen nicht nur sicherer, sondern auch noch wesentlich schneller als das übliche Drängeln über die Bühne gehen kann.

Leider gibt es an Schulwegen immer wieder schlimme Unfälle

„Sollten die Kinder nach dieser Veranstaltung unsere Hinweise im Hinterkopf behalten und ihren Schulweg mit ein wenig mehr Bedacht bestreiten, wäre das schon ein Erfolg“, zeigte sich Werner zuversichtlich.

Michael Schlafke von derBOB sieht das ähnlich. „Unser Ziel ist es, gefährliche Situationen zu verhindern. Deswegen sprechen wir mit den Kindern über das richtige Verhalten an den Gleisen und hoffen, dass sie das auch beim Fahren mit der Bahn beherzigen.“

Anlass dieser Initiative ist ein tragischer Unfall, der sich im Februar im Landkreis Altötting ereignete und zwei elfjährige Mädchen das Leben kostete. Die Schülerinnen wurden nach der Ankunft an der Bushaltestelle beim Überqueren einer Straße von einem Auto erfasst.  (nil)

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