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Der Tölzer Stefan Murr (re.) mimte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. 

Magischer Moment und absurde Situation

Nockherberg: Zwei Mitwirkende aus dem Landkreis schildern ihre Eindrücke

Sie waren live dabei beim Derblecken auf dem Nockherberg: der Geretsrieder Musikschullehrer und Komponist Tobias Weber sowie der Schauspieler Stefan Murr aus Bad Tölz.

Bad Tölz-Wolfratshausen/München – Beide hatten tragende Rollen, und für beide war es ein tolles Erlebnis: das Singspiel beim Starkbieranstich am Dienstagabend auf dem Münchner Nockherberg. Der Geretsrieder Musikschullehrer Tobias Weber komponierte zum zweiten Mal die Musik. Der Tölzer Schauspieler Stefan Murr stand zum fünften Mal auf der Bühne – diesmal als Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Der Geretsrieder Musikschullehrer Tobias Weber komponierte wie im Vorjahr die Musik fürs Singspiel. 

Musiker und Komponist Weber ist glücklich. „Uns hat’s großen Spaß gemacht“, sagt der 50-Jährige am Tag danach am Telefon. Schon bei der Probenarbeit zum Singspiel „Das kleine Glück“ habe man gemerkt, dass im Vergleich zu 2018 alles „viel besser verzahnt“ gewesen sei. Die Generalprobe – im ebenfalls voll besetzten Saal – sei dann der Gradmesser gewesen. „Und wir konnten beruhigt in den Abend gehen“, so Weber. Die Live-Sendung im Bayerischen Fernsehen sei ein „magischer Moment“ gewesen. Im vergangenen Jahr waren die Musiker voll eingebunden in die Western-Szenerie. Heuer hatten sie einen exklusiven Platz auf einem Balkon in luftiger Höhe. „Das war sehr viel einfacher für uns.“ Sobald er Zeit hat, will sich der Münchner den Starkbieranstich in der Mediathek anschauen und das Ganze sacken lassen. Aber er weiß schon jetzt: „Ich bin sehr stolz auf meine Band.“

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Der Tölzer Schauspieler Stefan Murr ist fester Bestandteil beim Singspiel auf dem Nockherberg. In elf Jahren hat er fünf Politiker gedoubelt. Diesmal schlüpfte er in die Rolle von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. „Es ist schon immer eine Herausforderung“ sagt er am Tag danach. Es gehe ja nicht um das „perfekte Imitieren“, sondern darum, den Kern der Person darzustellen.

„Tatsächlich hat sich Andreas Scheuer gewünscht, von mir gespielt zu werden“, verrät Murr. „Er hat mich bei Seehofers Neujahrsempfang vor vier Jahren darauf angesprochen. Jetzt hat er es endlich geschafft.“ War Scheuer zufrieden mit Murrs Darstellung? „Ich glaube, der sieht sich selber schon ein bisserl anders. Es ist ja immer so eine Sache mit der Eigenwahrnehmung. Ich hab’ ihn als etwas aufgeblasenen Partymacher gespielt. Er ist vom Typ her dem Guttenberg nicht unähnlich, so was liegt mir,“ erzählt Murr.

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Nach dem Singspiel habe sich Scheuer noch kurz mit ihm unterhalten, sei dann aber relativ schnell wieder weg gewesen. „Das ist ja sowieso eine absurde Situation. Derjenige, den man grad verkörpert hat, steht plötzlich vor einem. Das ist nach einer anstrengenden Vorstellung nicht immer das reine Vergnügen“ Dennoch hofft Murr, auch nächstes Jahr wieder für einen Abend den Andi Scheuer zu geben. „Ich hab’ ihm gesagt, er müsse sich eben ein bisserl anstrengen, damit sie ihn wieder mitmachen lassen.“ nej/ig

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