Drei Menschen starben bei dem Lawinenabgang im März 2017. Für einen Todesfall und zwei Verletzte musste sich der Tölzer Bergführer verantworten. (Symbolbild)
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Drei Menschen starben bei dem Lawinenabgang im März 2017. Für einen Todesfall und zwei Verletzte musste sich der Tölzer Bergführer verantworten. (Symbolbild)

Er war unterwegs in gesperrtem Gebiet

Nach Lawine mit drei Toten: Tölzer Bergführer in Italien verurteilt

Drei Menschen kamen bei einem Lawinenabgang im März 2017 ums Leben. Dem Bergführer aus Bad Tölz wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Bozen/Bad Tölz - Nach einem tödlichen Lawinenabgang in Italien hat ein Bergführer aus Bad Tölz eine Bewährungsstrafe bekommen. Der Führer der Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins habe sich mit einem Gericht auf einen Vergleich zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung geeinigt, sagte sein Anwalt Oskar Plörer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Bozen.

Bei der Lawine im März 2017 bei Courmayeur im italienischen Aostatal kamen drei Menschen ums Leben. Darunter war ein Mann aus München, der in der Gruppe des Bergführers aus Bad Tölz unterwegs war. Die italienische Staatsanwaltschaft hatte dem Bergführer fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, weil die Gruppe auf einem gesperrten Gebiet abseits der Piste unterwegs war. „Angeblich war diese Abfahrt nach einer Verordnung des Bürgermeisters gesperrt, das war aber nicht ersichtlich“, sagte Anwalt Plörer.

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Nur für einen Todesfall verantwortlich

Bei dem Verfahren im Aostatal wurde der Bergführer nur für einen Todesfall und zwei Verletzte zur Verantwortung gezogen. Die anderen Skifahrer seien nicht Teil seiner Gruppe gewesen, so Plörer.

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