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Beim K-Fall im Januar 2019 zog die Einsatzleitung in den kleinen Sitzungssaal des Landratsamts.

Investition genehmigt

Gewappnet für den nächsten Katastrophenfall: Landkreis kauft Anhänger

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Die Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen will gerüstet sein für den nächsten Katastrophenfall: Deshalb bewilligte der Kreisausschuss nun eine 72.000-Euro-Investition.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der Landkreis hat einige Erfahrungen mit Katastrophenfällen: 1999 wurde der K-Fall bei der Pfingstflut ausgerufen, genauso wie sechs Jahre später beim August-Hochwasser 2005 und wiederum sechs Jahre danach beim Brand am Falkenberg hoch über dem Sylvensteinsee im Jahr 2011. Erneut sechs Jahre dauerte es dann bis zum nächsten Katastrophenfall, als in der Neujahrsnacht 2017 das Feuer am Graseck/Jochberg ausbrach. Jüngstes Ereignis in der Reihe war das Schneechaos im vergangenen Jahr. Gemeinsam ist allen Ereignissen, dass nach dem Ausrufen des K-Falls eine Einsatzleitung eingesetzt wird, bei der alle Fäden zusammenlaufen und die die Koordinierung der Rettungskräfte übernimmt.

Katastrophenfall: Anhänger ermöglicht Aufbau eines Einsatzzentrale

Beim Schneechaos richtete sich der Stab im großen Sitzungssaal des Landratsamts ein. Beim Brand am Jochberg diente das Kochler Feuerwehrhaus als Einsatzzentrale, beim Brand am Falkenberg die Hütte der Wasserwacht am Sylvensteinsee. Nun ist aber einiges an Material und Ausstattung nötig, damit der Krisenstab ordentlich arbeiten kann. Im Landratsamt war das noch relativ leicht aufzutreiben. „Aber auch hier haben Leute einen Teil des Equipments von zu Hause mitgebracht“, sagte Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses.

Investition in Höhe von 72.000 Euro

Um künftig auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, möchte der Landkreis einen Anhänger kaufen, in dem sich alles befindet, was zum Aufbau einer Örtlichen Einsatzleitung gebraucht wird. Das beginnt bei Biertischgarnituren und Kabeltrommeln, reicht über Laptops und Beamer bis hin zu Flipcharts, Tacker und Schreibmaterial. Kostenpunkt: rund 72 000 Euro.

Stationiert werden soll der Anhänger bei der Kochler Feuerwehr. Von dort kann er dann zum jeweiligen Einsatzort gebracht werden. „So könnten wir überall einen Stabsraum aufbauen“, sagte Niedermaier. Im Ausschuss regte sich kein Widerspruch: Das Gremium stimmte zu.va

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