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Blick auf die Windräder der Gemeinde Berg bei Sonnenaufgang.

Interview 

Gewinn bei Windenergie nicht vorrangig

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Bad Tölz – 2016 war ein windarmes Jahr. Daher warfen die vier Anlagen in den Wadlhauser Gräben bei Berg nicht soviel Ertrag ab wie erhofft. Kein Grund zur Sorge, sagt Walter Huber, Geschäftsführer der Stadtwerke Tölz, die sich mit 500 000 Euro an den Windrädern beteiligen.

Der Ertrag der Windräder im Wadlhauser Graben war 2016 nicht so hoch wie erhofft. Wie beurteilen Sie das?

2016 war tatsächlich windschwach im Vergleich, nicht nur in Berg, sondern auch in Nordbayern. Da die Anlagen erst Ende 2015 in Betrieb gegangen sind, waren und sind immer noch kleine Anlaufschwierigkeiten technischer Art tolerabel. Ertragsausfälle beim Justieren einer neuer Anlage sind normal. Für Sorgen ist es viel zu früh. Außerdem werden die Ertragsausfälle vom Anlagenlieferant in Euro vergütet, falls er der Verursacher ist.

Das erste Jahr ist also noch nicht besonders aussagekräftig?

Entscheidend ist die Laufzeit von 20 Jahren, die im EEG-Gesetz (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und dem Gesamtprojekt angelegt ist. Aus der Momentbetrachtung des ersten Jahres eine negative Tendenz herauslesen zu wollen, schadet dem Gedanken, statt Kernkraft und ausländischem Öl heimische Energieerzeugung voranzubringen.

Die positive Nachricht: Die Baukosten wurden um rund eine dreiviertel Million unterschritten.

Das ist sehr erfreulich und lässt die Wirtschaftlichkeitsberechnung insgesamt sehr gut aussehen. Die Verzinsung ist schon von daher besser als erwartet.

Sie bereuen es also nicht, in das Projekt eingestiegen zu sein?

Wir stehen nach wie vor voll hinter dem Engagement in Berg und dem Büro Sing. Windkraft ist umweltfreundliche Energie. Sie sollte nicht nur unter dem Aspekt der Gewinnoptimierung gesehen werden. Wir werden ganz sicher eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals bekommen.

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