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Per Helikopter wurde der verunglückte Gleitschirmpilot aus dem steilen Gelände geflogen.

Freier Fall aus 20 Metern

Gleitschirmflieger aus Penzberg stürzt am Blomberg ab - schwer verletzt

Der Penzberger (56) ist laut Polizei ein durchaus erfahrener Flieger. Trotzdem streifte sein Schirm den Windsack am Startplatz - mit fatalen Folgen.

+++ Update +++ 

Wackersberg - Schwere Verletzungen und Frakturen zog sich ein Gleitschirmpilot am Sonntag bei einem Unfall am Blomberg zu. Der Penzberger (56) stürzte kurz nach dem Start aus etwa 20 Metern Höhe ab. In einem zweistündigen Einsatz befreite die Tölzer Bergwacht den Mann aus seiner misslichen Lage.

Der Notruf erreichte die Einsatzkräfte um 15.50 Uhr auf der Diensthütte. Laut Bergwacht-Mitglied Norbert Weinhuber machten sich sofort vier Mann auf den Weg zur Absturzstelle nahe der Seilbahn-Trasse. Zeitgleich wurde der Rettungshubschrauber Christoph 1 in München alarmiert, da der Helikopter aus Murnau nicht verfügbar war. 

Zu Fuß stiegen die Bergretter zu dem Verunglückten ab. Er lag etwa 50 Meter unterhalb des Nordstartplatzes an einer „verbuschten, steilen Hangkante“, sagt Weinhuber. Der Pilot war ansprechbar, litt aber unter starken Schmerzen. Vermutlich hat er sich schwer im Becken- und Lendenwirbelsäulenbereich verletzt, so die erste Einschätzung eines Münchner Bergwachtmitglieds. Der Mann war zufällig anwesend und hatte die Erstversorgung übernommen. 

Mit vereinten Kräften lagerten die Bergretter den Penzberger in ein Vakuumbett um und bereiteten alles für den Abtransport in die Unfallklinik nach Murnau vor. Per Winde wurde der Mann schließlich aus dem steilen Gelände geflogen. Bei dem Penzberger handelt es sich laut Polizei um einen erfahrenen Piloten. Trotzdem blieb er kurz nach dem Start mit seinem Gleitschirm an einem Windsack hängen. 

Es war der zweite schwere Unfall an diesem Sonntag am Blomberg. Wie berichtet verunglückte fast zeitgleich ein 71-jähriger Mann aus Gaißach tödlich mit seinem E-Bike.

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