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Die Feuerwehrleute legen Chemie-Schutzanzüge an.

Großeinsatz im Tölzer Eisstadion: Feuerwehr kämpft gegen Ammoniak

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Bad Tölz - Am Tölzer Eisstadion werden derzeit Feuerwehren aus dem ganzen Umkreis zusammengezogen: An der Hacker-Pschorr-Arena ist Ammoniakgas ausgetreten. Der Notfallplan für die Eishalle ist in Kraft gesetzt.

++++ 17.19 Uhr: Insgesamt waren 157 Einsatzkräfte vor Ort: allein zehn verschiedene Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie die Werksfeuerwehr von Roche und die Feuerwehrschule Geretsried.

++++ 17.15: Das Ammoniak-Wassergemisch kann ganz normal über die Kanalisation entsorgt werden: Der gemessene Wert beträgt lediglich die Hälfte dessen, was in der Kläranlage verarbeitet werden kann.

++++ 17.10 Uhr: Nach aktuellem Sachstand kann die Haupthalle morgen geöffnet werden, die Trainingshalle nicht. 

++++ 17.05 Uhr: Die Feuerwehr konnte die Trainingshalle inzwischen öffnen, weil der Ammoniakwert in der Luft so weit abgesenkt werden konnte, dass keine Gefahr mehr für die Umgebung besteht. Laut Kreisbrandinspektor John dürfte die Feuerwehr noch bis zirka 18 Uhr damit beschäftigt sein, die Luft zu befeuchten.

++++ 14.50 Uhr: In Absprache mit verschiedenen Fachfirmen befeuchtet die Feuerwehr derzeit die Luft in der Trainingshalle mit einem Sprühstrahl. Laut Kreisbrandinspektor Hermann John bindet das Wasser das Ammoniak. "Der Wert geht kontinuierlich nach unten", sagt John. Wie lange die Trainingshalle gesperrt bleibt, ist weiterhin nicht absehbar. Das hängt auch davon ab, ob das Ammoniak-Wasser-Gemisch in die Kanalisation geleitet werden kann oder speziell entsorgt werden muss.

++++13.40 Uhr: Wie lange das Eisstadion gesperrt bleiben wird, ist derzeit unklar.

+++ 13.15 Uhr: Nur rund 30 Minuten hat es gedauert, ehe die Feuerwehr das Loch in der Ammoniak-Leitung versiegelt hatte. Nun geht es darum, das ausgetretene Gas mit Hilfe von Wassernebel zu binden. Noch ist allerdings nicht geklärt, wie und wo das kontaminierte Wasser, das bei diesem Vorgang entsteht, entsorgt werden soll.

Die Feuerwehrleute legen Chemie-Schutzanzüge an.

++++ 13 Uhr: Erste Messungen in der Halle haben ergeben, dass der Wert dort weit über der Norm liegt: Tolerabel sind 20 ppm, in der Halle sind es über 2000 ppm. Außerhalb der Halle ist der Wert unbedenklich. Dennoch hat die Feuerwehr die Mitarbeiter im Landratsamt gebeten, die Fenster zu schließen, da der Wind die giftigen Dämpfe genau in Richtung der Behörde geweht hat +++

+++ 12.15 Uhr: Der Mitarbeiter der Stadtwerke, der gegen 9.15 Uhr heute morgen aus Versehen die Ammoniak-Leitung in der Trainingshalle der Hacker-Pschorr-Arena angebohrt hat, liegt zur Beobachtung im Tölzer Krankenhaus, nachdem er über Atemnot geklagt hatte. "Er ist aber stabil", sagte Notarzt Tobias Reploh am Rande einer Pressekonferenz. Ammoniak wird übrigens gebraucht, um Eis herzustellen +++   

++++ Gegen 9.20 Uhr heulten in Bad Tölz und den umliegenden Dörfern die Sirenen: Am Tölzer Eisstadion trat Gas aus. Auch der Gefahrgutzug aus Geretsried wurde mitalarmiert. Nach ersten Erkenntnissen war bei Bohrungen die Ammoniakleitung erwischt worden. Dabei wurde offenbar auch ein Arbeiter verletzt.

Aus dem nur sechs Millimeter großen Loch trat in einer weißen Wolke Ammoniakgas aus und füllte die Trainingshalle der Hacker-Pschorr-Arena.

Feuerwehrleute konnten das Gebäude nur in  Chemie-Schutzanzügen betreten. Mit einem Holzpflock wurde nach Angaben der Feuerwehr das Loch in der Leitung erst einmal abgedichtet. 

Als nächstes wird versucht, das Gas mit Wassernebel zu binden.

Für die Eishalle ist der Notfallplan in Kraft getreten. Da bei diesem von einem Stadion ausgegangen wird, in dem sich Menschen befinden, wurden so zahlreiche Retter alarmiert.

Weitere Informationen folgen. 

Großeinsatz am Tölzer Eisstadion

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