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Paare über Paare: An einer Pinnwand im Tölzer Standesamt hängen Grußkarten von Eheleuten, die sich hier das Ja-Wort gegeben haben. 

Tölzer Standesamt

Großer Ansturm auf Trau-Termine

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Bad Tölz - Wer zuerst kommt, heiratet zuerst: Ab Dienstag können sich Heiratswillige für einen der 22 Samstags-Termine anmelden.

Ab Punkt 8 Uhr wird am Dienstag im Tölzer Standesamt der Ansturm losbrechen. Denn genau ab diesem Zeitpunkt können sich Heiratswillige einen Trauungstermin für einen Samstag im Jahr 2017 reservieren. Die Nachfrage ist nach Auskunft des Standesamt-Leiters Wolfgang Steger enorm.

„Mir liegen jetzt schon etwa 30 Anfragen für das nächste Jahr vor“, sagt Steger. „Die erste ist am 17. November 2015 bei mir eingegangen.“ Einen Vorteil haben diese Frühstarter aber nicht. Genau wie alle anderen Paare können sie erst ab Dienstag, 4. Oktober, einen Termin fix machen. „Ab da gilt: Wer zuerst dran ist, der kann sich als erstes einen Termin aussuchen.“ Mit diesem offiziellen Startschuss möchte das Standesamt-Team Chancengleichheit gewährleisten.

Konkrete Terminvereinbarungen sind jetzt möglich, weil sich die drei Tölzer Standesbeamten (zwei Vollzeit- und eine Halbtagskraft) auf 22 Samstage geeinigt haben, an denen sie Vermählungen anbieten können. „Wir müssen schauen, wer wann Zeit hat“, erklärt Steger. „Das muss aufs Privatleben und das ehrenamtliche Engagement abgestimmt sein.“ Mehr als die 22 Samstag-Termine anzubieten, sei für ein kleines Standesamt wie Bad Tölz nicht möglich.

Wegen Sanierung: Einschränkungen bei Trauungen im Rathaus

An den meisten der 22 Samstage sind alle drei Standesbeamten im Einsatz. An den „besonderen Trauorten“ – dem Salettl im Kurhaus, dem Historischen Sitzungssaal des Stadtmuseums und im Planetarium – findet jeweils immer nur eine Trauung pro Samstag statt. „Wir setzen auf Klasse statt Masse und wollen für die Paare Zeit haben“, sagt Steger. Im Rathaus selbst könnten es zwei bis drei Trauungen an einem Tag sein. Dort ist im kommenden Jahr mit gewissen Einschränkungen zu rechnen. Denn wegen der Sanierung des Altbaus steht der Trauraum nicht zur Verfügung. „Welchen Raum wir dann anbieten werden, kann ich derzeit leider noch nicht sagen“, so Steger.

Heiratswillige Paare tun gut daran, sich möglichst früh ihren Wunschtermin zu sichern. In diesem Jahr war es zum Beispiel so, dass alle Samstage bis einschließlich Oktober bereits im März ausgebucht waren. Aktuell ist noch genau ein Samstag im Dezember frei. Seit die Samstagstrauungen im Jahr 2003 eingeführt wurden, hat sich das Angebot zu einem echten Renner entwickelt. „Ganz am Anfang hatten wir vielleicht zehn Samstagstrauungen im Jahr“, sagt Steger. In der Zwischenzeit ist Bad Tölz eine Hochzeits-Hochburg. Die Zahl der standesamtlichen Eheschließungen stieg von 140 auf 200 bis 220 im Jahr.

Etwa 60 Prozent der Paare von außerhalb

„Heuer hatten wir bis jetzt 176“, so Steger. Etwa 60 Prozent der Paare kamen von außerhalb. „Der Großteil ist aus der Region München, aber es sind auch Menschen aus ganz Deutschland und aus dem Ausland dabei. Ich hatte schon Paare aus Kanada, Großbritannien, Namibia, Malaysia und Shanghai da“, so der Standesamt-Chef. In den meisten dieser exotischen Fälle habe einer der Partner einen Bezug zur Region, sei zum Beispiel von hier ausgewandert.

Die meisten Trauungen finden im Rathaus statt. Von den „Sonderorten“ erfreut sich das Salettl im Kurhaus der größten Beliebtheit. „Hier hatten wir heuer 35 Trauungen. Dieser Ort ist besonders geeignet, wenn eine größere Gesellschaft dabei ist.“ Wer im intimeren Kreis heiratet, für den ist das Planetarium „ein schöner, besonderer Raum – klein, aber fein“, sagt Steger. Dieses speziellere Angebot nahmen heuer laut Steger „knapp zehn Paare“ in Anspruch. Die Termine dafür müssen individuell in Absprache mit den Planetariums-Betreibern abgestimmt werden.

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