1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Bad Tölz

Grüne haben bei U18-Wahl im Landkreis die Nase vorn

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Die U18-Wahl fand auch an der Tölzer FOS/BOS statt. © arp

Bei den Jugendlichen im Landkreis stehen die Grünen ganz hoch im Kurs. Das zeigt das Ergebnis der U18-Wahl, die an weiterführenden Schulen durchgeführt wurde.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Bei den Jugendlichen im Landkreis stehen die Grünen ganz hoch im Kurs. Das zeigt das Ergebnis der U18-Wahl, die an weiterführenden Schulen durchgeführt wurde. 25,4 Prozent der Unter-18-Jährigen würden demnach bei einer Wahl für die Umweltpartei stimmen. Dahinter folgt knapp die CSU, mit 23,71 Prozent. 9,35 Prozent gingen an die SPD, 6,89 Prozent der Jugendliche stimmten für die AfD. Dahinter befinden sich auf ähnlichem Niveau Freie Wähler (5,97), FDP (5,77) und die Tierschutzpartei (5,43).

4138 junge Menschen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen haben im Vorfeld zur Landtagswahl am vergangenen Freitag die Möglichkeit genutzt, ihre politische Stimme abzugeben. Bayernweit haben dies insgesamt 61.768 Kinder und Jugendliche getan – 6,7 Prozent aller in Bayern abgegebenen U18-Stimmen zur Landtagswahl 2018 kamen also aus dem Landkreis.

Lesen Sie auch: Ihm stehen zwei Milliarden Euro zur Verfügung - Doch was macht der Bezirkstag eigentlich?

Kreisjugendpflegerin Verena Peck freut sich über die hohe Beteiligung und ist beeindruckt: „Das kann sich sehen lassen. Ohne das große Engagement der weiterführenden Schulen des Landkreises wäre dies undenkbar gewesen.“ Allen voran ging das lokale U18-Organisationsteam, dem die Kreisjugendpflege, der Kreisjugendring, die Jugendbildungsstätte Königsdorf, der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried, der Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen, die Tölzer Jugendförderung, die evangelischen Jugend im Dekanat Bad Tölz und die katholischen Jugendstelle Geretsried angehörten. 

Lesen Sie auch: Martin Bachhuber (CSU) und Robert Kühn (SPD) schenken sich nichts: Die Diskussion zum Nachlesen

Ihnen ist es gelungen, alle 29 weiterführenden Schulen des Landkreises ab der 5. Klasse für die vom Bayerischen Jugendring unterstützte U18-Wahlaktion zu gewinnen. „Viel Überredungskunst hat es dafür nicht gebraucht – die Schulen waren fast alle unmittelbar im Boot und haben gerne die Chance dieser Aktion genutzt, um ein bildungspolitisches Zeichen zu setzen und die Jugendlichen an unsere demokratischen Prozesse heranzuführen“, bilanziert Verena Peck. 

Auch die Jugendbildungsstätten des Landkreises, das Aktionszentrum Benediktbeuern und die Jugendsiedlung Hochland, standen zusätzlich zu den Schulen für Exkursionsschulklassen als Wahllokale zur Verfügung. „Damit haben wir flächendeckend arbeiten können - eine runde Sache!“, so die Kreisjugendpflegerin.

Lesen Sie auch: Landtagskandidaten von AfD und Grünen vor der Kamera: Die Diskussion zum Nachlesen

Bei der Umsetzung der U18-Wahl an den Schulen waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Einzelne Klassenzimmer oder Schul-Aulen wurden in richtige Wahllokale verwandelt. Gemeindeverwaltungen steuerten teilweise Original-Wahlurnen und sogar Wahl-Kabinen bei. In anderen Einrichtungen wurde wiederum fleißig gewerkelt und gebastelt: mit Pinnwänden, Wäschekörben, Kartons und Ähnlichem.

Beim Rückblick auf die Wahl, bleibt Verena Peck ein Aspekt besonders in Erinnerung: „Eines war allen gemeinsam: Die Ernsthaftigkeit bei der Sache. Mit großem Eifer wurde sich informiert, überlegt, diskutiert und schließlich gewählt.“ Beschränkt wurde sich der Einfachheit halber auf die Abgabe der Zweitstimme und hier auf die jeweilige geschlossene Parteiliste – das heißt, die Jugendlichen machten Ihr Kreuz bei einer der 17 möglichen Parteien.

Bereits im Vorfeld zum 5. Oktober hatten viele engagierte Lehrkräfte den „Landtagswahl-Stoff“ mit den Jugendlichen im Unterricht durchgenommen. Auch der Online-Wahlomat wurde fleißig genutzt.

Auch interessant

Kommentare