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Bürgermeister, Kreisräte, Vertreter des Landratsamts und der Landrat waren zu Besuch auf der Grünen Woche. 

Grüne Woche

Bier und Kaffee werben fürs Oberland

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Bad Tölz/Berlin – Berlin war das Ziel der Bürgermeister- und Kreistagsfahrt. Einer der Pflichttermine: Ein Besuch auf der Grünen Woche. Dort werben Tölzer Land Tourismus und die Reutberger Klosterbrauerei noch bis kommenden Sonntag gemeinsam mit anderen Partnern für einen Besuch im Oberland.

Einen strategisch besseren Platz gibt es auf der weltweit größten Messe für Landwirtschaft und Ernährung wohl kaum: Jeder, der in die immer gut besuchte Bayernhalle will, muss am Stand der Verbände Tölzer Land Tourismus (TLT) und Starnberger Fünf-Seen-Land vorbei. „Es ist wichtig, dass wir als Tölzer Land hier vertreten sind“, sagt Landrat Josef Niedermaier am Freitag, dem Eröffnungstag auf der Grünen Woche. „Hier kann man kräftig Werbung machen.“

Stießen auf der Messe an (v. li.): Josef Wasensteiner (BBV-Referent aus Lenggries), Gertrud Kraus (Blaues Land), Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer, Klaus Götzl (Fünf-Seen-Land), Hans Krinner (Klosterbrauerei Reutberg) und Maria Kreidl (Tölzer Land Tourismus).

Wichtiger Partner sei dabei der Starnberger Tourismusverband, betont TLT-Chef Andreas Wüstefeld. Gerade im Tourimus sei es wichtig, über Landkreisgrenzen hinaus zu denken, ergänzte Fünf-Seen-Land-Geschäftsführer Klaus Götzl. „Es ist egal, ob die Urlauber in Starnberg oder Tölz wohnen“, schließlich würde während des Aufenthalts die gesamte Umgebung erkundet. „Wichtig ist, dass das Geld in unserer Region bleibt.“ Daher müsse man bei Messen wie der Grünen Woche einen möglichst großen Einblick in die Vielfalt des Oberlands gewähren. Mit als Partner gewonnen wurde daher auch der Tourismusverband Blaues Land, der die Region um Murnau vorstellt. Dazu kommt der Verein Europäische Metropolregion München (EMM), der die Möglichkeiten der Landkreise rund um die Landeshauptstadt aufzeigt. „Uns geht es ausdrücklich um die Region. Wir wollen transparent machen, was es dort alles gibt – von regionalen Lebensmitteln bis zum regionalen Stromanbieter. Wir sind sehr dankbar, dass wir auf der Messe mit dabei sein dürfen“, sagt EMM-Geschäftsführer Wolfgang Wittmann.

Mit Prospekten und Vermieterverzeichnissen allein lockt man allerdings die wenigsten Messebesucher an einen Stand. Dafür sorgen schon eher die beiden weiteren Partner: die Reutberger Klosterbrauerei und die Murnauer Kaffeerösterei. Das erste Fass zapft am Freitagvormittag Landrat Josef Niedermaier an. Helles und Weißbier hat Vertriebsleiter Hans Krinner aus Sachsenkam mitgebracht. Die Grüne Woche kennt er schon aus dem vergangenen Jahr. „Da waren wir mit der Gaißacher Musik da“, berichtet er. An allen zehn Messetagen bis zum kommenden Sonntag wird Krinner an der Zapfanlage stehen.

Direkt daneben zaubert Michael Eckel seine Kaffeekompositionen in die Tassen. Schon am Vortag der Eröffnung hat er seine Maschine auf das Berliner Wasser eingestellt. Genauso perfekt wie der Kaffee ist der Milchschaum. Wie man diesen so gießt, dass er ein Herz bildet, kann man bei Eckel auch lernen. „Wir bieten zu Hause einen vierstündigen Kurs an“, erzählt er. Die Milch, die er verwendet, stammt übrigens aus der Andechser Molkerei Scheitz, die ihren Stand in Sichtweite hat.

Landrat Niedermaier hat derweil einen Abstecher zum Innungs-Stand direkt gegenüber unternommen und dreht gerade Brezen. Kein Problem für den Tölzer Bäckermeister, der nun versucht, sein Können an Landratsamts-Abteilungsleiter Wolfgang Krause zu vermitteln. „Naja, sie ist vielleicht ein bisschen klein geworden“, sagt Krause und blickt auf die etwas krumme Miniaturbreze, die vor ihm liegt.

Am frühen Nachmittag schaut Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Stand vorbei. TLT-Chef Wüstefeld hat ein Geschenk vorbereitet: den Kalender der Königsdorfer Sternwarte. „Er hat die Sternwarte letztes Jahr eröffnet“, erklärt Wüstefeld. Es gibt noch ein paar nette Worte des Ministers – „das Tölzer Land ist ja von Natur aus bevorteilt mit seiner unverfälschten Landschaft“ – und schon muss er weiter. Etwas später schauen dann auch noch Handwerkskammer-Chef Georg Schlagbauer und Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf vorbei. Überhaupt ist der Stand immer umlagert. Prospekte werden verteilt, Brillenputztücher und Gummibärchen. Und nebenbei wird kräftig Werbung gemacht – fürs Tölzer Land und die ganze Region.

Grüne Woche

die Berliner Messe läuft noch bis Sonntag, 24. Januar. Der Tölzer Stand befindet sich in der Bayernhalle (22b). Die Standnummer ist 227.

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