Tölzer Kurhaus

Gymnasiums-Konzert: „Einfach wahnsinnig gut“

Bad Tölz - Die Tölzer Gymnasiasten präsentierten sich beim Sommerkonzert im Kurhaus selbstbewusst – mit Recht.

Dieses Sommerkonzert machte seinem Namen alle Ehre: Die Schüler des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums haben sich für ihre Musikdarbietungen am Dienstag und Mittwoch die ersten lauen Abende herausgesucht. Das Publikum im Kurhaus war wieder einmal restlos begeistert vom Können der jungen Musiker.

„Es wird alles so wie immer, wahrscheinlich sogar besser. Wir sind einfach wahnsinnig gut“, versprach einer der Stars des Abends, David Schumann aus der 9b. Er moderierte gemeinsam mit Studienrat Cornelius von der Heyden das Konzert, eine Neuerung, die großen Spaß machte und frischen Wind hineinbrachte.

Die selbstbewusste Ankündigung war nicht nur so dahingesagt. Die Tölzer Gymnasiasten sind wirklich wahnsinnig gut, musizieren auf hohem Niveau und brauchen den Vergleich mit manch professionellen Musikern nicht zu scheuen. Beispiel Bigband und Sinfonieorchester: „Des groovt wia’d Sau“, kommentierte Peter Zoelch, Leiter der „Young Groove Teeth“, das James-Bond-Medley, das nach der Pause den instrumentalen Teil des Konzerts einläutete. Hier zeigten ein wunderbares Instrumentalensemble, das Kontrabassquartett und das Jugendorchester ihr Können. Den krönenden Abschluss nach beinahe drei Stunden Konzert machte das Sinfonieorchester unter der Leitung von Edgar Schumann, mit „The Chronicles of Narnia“, einem opulenten Stück Filmmusik.

Doch auch sämtliche anderen Darbietungen, angefangen vom Flötenensemble von Lisa Wiener und Eva Emmler bis hin zum Oberstufenchor zeugten von Können und vor allem vom Spaß am Musizieren.

Großen Anteil daran haben die Lehrer, die bereits seit Jahren ein eingespieltes Team sind. Sie schaffen es Jahr für Jahr, das Beste aus den jungen Künstlern herauszulocken. Faszinierend allein, was die Chorleiterinnen Elisabeth Scheucher und Elisabeth Artmeier-Mogl aus den Schülern herausholen, welche Fortschritte die „neuen“ Fünftklässler im Unterstufenchor und im musischen Zweig bis zum Ende des Schuljahrs machen. Bereits die „Kleinen“ zeigten eine große Bandbreite von „Der Mond ist aufgegangen“ bis „Somewhere over the Rainbow“.

Gesungen wurde in der ersten Hälfte des Programms in allen Variationen: Die „alten Hasen“ des Gesangsensembles mit einer klangvollen Version von „Viva la Vida“ von Coldplay, der Mittel- und Oberstufenchor mit „Hit the Road, Jack“ oder „Summertime“ aus „Gerswhin at the Opera“ oder auch die Schulband „Gabs on fire“, die mit dem Lied „Numb“ von Linking Park punktete.

Und – beinahe schon Usus im Gymnasium – an Ausnahmetalenten fehlte es auch diesmal nicht: Jana Rüterkamp aus der Kollegstufe stellte ihre selbst komponierte Popnummer „Mehr Zeit“ vor, mit der sie sich an der Pop-Akademie in Mannheim bewerben will. Ein Song, der jederzeit im Radio gespielt werden könnte.

Wahre Begeisterungsstürme riefen Paula Zoelch an der Violine, Luca Bührle am Klavier und Leo Zoelch am Violoncello hervor: Beim Stück „Ladies in Lavender“, zeigten die Unterstufenschüler, was sie drauf haben – und das war eine ganze Menge.

Besonders Fünftklässlerin Paula Zoelch beherrscht ihr Instrument virtuos. Sie spielt auch schon im großen Orchester und im Sinfonieorchester mit.  Ines Gokus

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