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Jubilarin Josefine Hartmann (re.) mit Stadträtin Ulrike Bomhard.

Gratulation an Josefine Hartmann

90. Geburtstag: Häkeln als geistiger Jungbrunnen

Bad Tölz – 90 Rosen bekommt man sicher nur einmal im Leben. Ihre Enkel und Urenkel haben sich zusammengetan, um Josefine Hartmann dieses prachtvoll blühende Geschenk zu machen. Die Tölzerin Hartmann, die kürzlich ihren 90. Geburtstag feierte, revanchiert sich auf ihre Art bei der Verwandtschaft: Sie häkelt.

Nein, keine Mützen oder Schals, sondern echte Kunstwerke. Eine kleine Maus, viele Kasperl mit bunten Flattergewändern, Puppen, Schwäne und Marienkäfer. „Nehmen Sie sich was raus“, bietet sie freundlich eine Kiste voller Unikate an.

Das Häkeln hält Hartmann geistig fit, körperlich schafft sie es immer noch die Marktstraße hinauf – wenn auch mit Rollator. Ihre sieben Geschwister hat sie alle überlebt, ihre Mutter starb, als sie gerade sieben Jahre alt war. In ihrem Geburtsort Buchdorf bei Donauwörth half sie auf dem kleinen Hof der Familie mit, bis sie ihren Ehemann kennenlernte. Der musste allerdings bald an die Front, es folgte die Kriegsgefangenschaft in Kalifornien. Irgendwann, nach mehreren Jahren ohne ihn, erreichte sie ein Brief aus England. Er leitete ein Happy End ein: 1948 heirateten die beiden an Weihnachten und zogen nach Wackersberg, wo sie im Wanderverein der Natur frönten.

1978 ging er von ihr, da lebten die Hartmanns schon in Tölz in einem alten Haus am Jungmayrplatz. Bis heute trifft man Josefine Hartmann hier an. Den Geburtstagsgratulanten zeigt sie ein Foto mit ihren Eltern aus dem Jahr 1931. Es ist mindestens so wertvoll wie ihre Häkel-Kunstwerke.

Tobias Gmach

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