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Ausgezeichnet: Martina Lederer hält den begehrten Preis in Händen, der in Fachkreisen als „Friseur-Oscar“ gilt. Mit der Chefin freuen sich (v. v. li.) Elvira Dizdarevic, Caro Koch, Elly Peters sowie (h. v. li.) Steffi Hoffmann, Jenny Martens, Nicole Heuer und Jenny Schieg. 2011 hatte „Hair by Lederer“ bei dem Wettbewerb bereits den zweiten Platz belegt. 

Tölzer Salon gewinnt Friseur-Oscar

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Bad Tölz/Düsseldorf - Bereits viermal hat es "Hair by Lederer" unter die 30 besten Friseur-Salons in Deutschland geschafft. Heuer reichte es sogar für den ersten Platz.

Mit dem Titel „Top-Salon des Jahres 2016“ darf sich seit Samstagabend das Tölzer Friseur-Geschäft „Hair by Lederer“ schmücken. Chefin Martina Lederer und ihr Team wurden in Düsseldorf von der renommierten Fachzeitschrift „Top Hair“ in der Kategorie „Design“ ausgezeichnet. Nach vier Nominierungen kann es Lederer immer noch nicht so ganz fassen, dass es beim fünften Anlauf endlich mit dem ersten Platz geklappt hat. „Wahnsinn“, freut sich die 34-Jährige. „Der Preis ist wie ein Oscar für Friseure.“

Ebenso wie die Verleihung der amerikanischen Filmpreise war auch der Festakt in der Messehalle Düsseldorf eine nervenaufreibende Angelegenheit für die Nominierten: „Ich war schon sehr nervös, auch wenn ich bei der großen Konkurrenz wirklich nicht gedacht hätte, dass wir gewinnen“, sagt Lederer mit Blick auf die vier anderen Salons, die in der Kategorie „Design“ nominiert waren. Ein Friseur aus Norddeutschland konnte beispielsweise neben einem eigenen Spa- und Kosmetikbereich mit einer Bar und einem Billard-Tisch im Salon aufwarten. Dennoch stand am Ende der Name „Hair by Lederer“ in dem roten Umschlag, der den Name des Gewinners enthielt.

10.000  Ein-Cent-Münzeneigenhändig verlegt

„Die Jury hat honoriert, dass wir keinen Architekten hinzugezogen haben“, erzählt Lederer mit Blick auf ihren Salon am Schulgraben, den sie erst im vergangenen Mai mit ihrem Team bezogen hat. Das denkmalgeschützte Rundbogen-Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert hat die Friseur-Meisterin selbst eingerichtet, ihr Lebenspartner Marcel Jabusch übernahm die handwerklichen Arbeiten. So haben die beiden zum Beispiel den Boden der Toilette mit 10 000 Ein-Cent-Münzen eigenhändig ausgelegt. „In der Laudatio hieß es, dass so viel Herzblut und Leidenschaft belohnt werden muss.“

Insgesamt wird der Preis jährlich in fünf verschiedenen Kategorien verliehen. Eine Jury hatte im Vorfeld aus knapp 1000 Bewerbern die besten 25 ausgewählt, so dass es pro Kategorie fünf Nominierte gab. In die finale Bewertung flossen aber nicht nur die eingereichten Bewerbungs-Unterlagen ein. „Ohne dass wir es wussten, hatten wir Besuch von einer Testkundin“, erzählt Lederer. Die musste den Salon anschließend nach Kriterien wie „Servicequalität“, „Beratung“ und natürlich auch dem frisurentechnischen Endergebnis bewerten. „Dabei scheinen wir überzeugt zu haben.“

Auf ihrem Erfolg ausruhen will sich die Mama eines fast dreijährigen Sohnes nun aber nicht, auch wenn sich Lederer erst 2017 erneut um einen Friseur-Oscar bewerben möchte – dann in einer anderen Kategorie. „In der Zwischenzeit versuchen wir, noch besser zu werden.“ 

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