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Hexen und Gespenster haben zu Halloween ihren großen Auftritt – auch in zahlreichen Tölzer Kneipen. 

Halloween in Tölz

Erotische Geister und eitrige Finger

Nicht jedem taugt’s – doch die Sitte, Halloween zu feiern, ist auch hierzulande längst nicht mehr aufzuhalten. Eine ganze Reihe von Tölzer Veranstaltern feiert mit – und gestaltet die Nacht phantasievoll und ideenreich.

Bad Tölz –  Passend zur Nacht der Gruselgestalten kommt etwa im „Kesselhaus“ am Dienstag, 31. Oktober, das Video „Das Hexenbad“ zur Aufführung, das vom Tölzer Filmemacher Markus Kleinhans und dessen Firma Mekk-Movie produziert wurde. „Zwei- bis dreimal werden wir den am Abend zeigen“, kündigt Wirt Lars Wiedenhofer an, das erste Mal um 19 Uhr. Die Küche habe sich allerlei gruselig anmutende, aber natürlich trotzdem bestens bekömmliche Speisen ausgedacht – vom „Eitrigen Finger“ bis zu schwarzen „Wurm“-Tagliatelle. Dazu wird ein „Vampirblut“-Drink kredenzt.

„Erotische Geister“ sind nach Angaben von Inhaberin Stephanie Hörmann unterdessen im „Jailhouse“ zugegen. Auch hier wird am Dienstag, 31. Oktober, gefeiert. Gästen, die noch nicht gruselig genug aussehen, hilft eine „Schmink-Dame“ nach. Ab 21 Uhr können sich die Party-Besucher Schauriges von der Horror-Cocktailkarte aussuchen und sich am Buffet bedienen.

Im „Alpha Omega“ plant Wirt Alexis Christou ein besonderes Spektakel, das an das Genre der Psycho-Filme angelehnt sein soll. „Das ,Alpha Omega‘ wird wahrscheinlich in eine Grusel-Psychiatrie umgewandelt“, kündigt Christou an. Um 22 Uhr geht’s los.

Grusel-Jubiläum feiert Dino Garrasi am Dienstag ab 20 Uhr im „Rocks off“. Er war einst der erste, der die amerikanische Tradition in Bad Tölz aufgriff. „Damals, vor 25 Jahren, sind wir noch ausgelacht worden, weil das was amerikanisches wäre und angeblich nicht zu uns gehört“, sagt Garrasi, fügt aber hinzu: „Dabei ist das in Wirklichkeit ein keltischer Brauch.“ Seine Halloween-Party werde jedes Jahr sehr gut angenommen. Garrasi setzt deshalb auf seine Traditionen: „Wie immer gibt’s die Goaßn-Mass für fünf Euro, wir sind alle verkleidet und haben mehrere DJs.“

Das „gruseligste Halloween“ von Bad Tölz verspricht laut Eigenwerbung das „Pistolero“ im Moraltpark. Hier haben am Dienstag ab 20 Uhr auch Jugendliche ab 16 Jahren Einlass. Wenn sie eine schriftliche Erlaubnis der Eltern dabei haben, einen sogenannten „Muttizettel“, dürfen die Jugendlichen sogar bis 2 Uhr nachts bleiben. Je ein Volljähriger übernimmt dabei die Aufsicht über einen Minderjährigen. Inhaberin Kristin Haupt verspricht „gruselige Gestalten, ein Süßes- oder-Saures-Büffet und einen Preis für die beste Verkleidung“. Hier kostet der Eintritt 5 Euro.

Die jugendliche Zielgruppe hat auch Jörg Harth vom „Kult“ für sich entdeckt und schmeißt daher an diesem Montag eine Halloween-Party, zu der schon Mädchen und Burschen ab 16 Zutritt haben (Eintritt: 6 Euro). Diesen Plan fasste er, „nachdem die Ü 16-Party Anfang Oktober so gut lief“. Unter sich waren die volljährigen Gäste dagegen bei der Erwachsenen-Halloween-Party, die bereits am Samstag stieg.

Früh dran war auch das Tölzer Jugendcafé, die das Gruselfest schon vergangenen Donnerstag über die Bühne brachte. „Die Halloween-Party ist die beliebteste bei uns“, sagt Sozialpädagogin Veronika Dräxl. „Da geht‘s immer ordentlich zu.“

Im „Turmkeller“ nahm man’s mit dem Kalender ebenfalls nicht so streng und feierte bereits am Samstag Halloween. Es war übrigens die erste von nunmehr regelmäßigen Veranstaltungen, zu denen der „Turmkeller“ jetzt wieder monatlich öffnen soll. Laut den neuen Betreibern Florian Knabner und Melanie Kandlinger sind Leonhardi und der erste Weihnachtsfeiertag die nächsten Termine.

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