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Hans Urban (Grüne) mahnt Staatsregierung: „Brauchen  Alpenbus besser heute als morgen“

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Hans Urban (Grüne) sitzt seit 2018 im bayerischen Landtag.

Landtagsabgeordneter Hans Urban (Grüne) würde im Tölzer Land gerne öfter Bus und Bahn fahren. Aber das Angebot ist schlecht - und das wurmt ihn.

Bad Tölz – „Es ist traurig, dass ich in meinem Stimmkreis zwar gern mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs wäre, ich aber doch oft aufs Auto umsteigen muss, weil einfach die Möglichkeiten fehlen“, sagt Landtagsabgeordneter Hans Urban (Grüne). Der Eurasburger setzt sich für eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein – und sieht hier auch die Staatsregierung in der Pflicht: bei der Einführung des Alpenbusses. Diese Expressverbindung, die eine Querverbindung vieler Gemeinden auf der Strecke zwischen Rosenheim und Murnau schaffen soll, sei „im Landtagswahlkampf von Markus Söder und der damaligen Verkehrsministerin Ilse Aigner versprochen worden“, sagt Urban. Dass ein Jahr später noch immer nicht klar ist, wie die Förderung der Staatsregierung aussehen soll, sei erstaunlich. „Wir brauchen den Alpenbus, besser heute als morgen.“

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Urban: „Die Situation ist unzumutbar“

Über zwei Stunden benötige ein Pendler momentan von Bad Tölz nach Murnau, wenn er die knapp 40 Kilometer mit Verkehrsmitteln des ÖPNV zurücklegen wolle. Von Tölz nach Miesbach brauche man im Schnitt eine Stunde, nach Weilheim doppelt so lang. Mit dem Auto sei das deutlich schneller möglich. „Die Situation ist unzumutbar und ein Umstieg auf die Öffentlichen auf manchen Strecken schlicht unmöglich“, sagt Urban.

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Er fordert, dass in Sachen Finanzierung des Alpenbusses das „Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen Staatsregierung und Landkreisen ein Ende haben muss. Im Grunde ist der Alpenbus ein Ersatz für eine lange geforderte Ost-West-Schiene, die Staatsaufgabe wäre. Wenn man das Thema auf die Kreise herunterdelegiert, wird es lange dauern.“

Die Grünen fordern zudem, dass der Alpenbus attraktiv getaktet und eine schnelle Verbindung sein muss, „sonst ist er keine Alternative zum Individualverkehr“, meint Urban. Wenn eine Verkehrswende wirklich gewollt sei, müsse die Staatsregierung die Pläne in Bad Tölz-Wolfratshausen und den Nachbarlandkreisen finanziell deutlich unterstützen.

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„Die fehlenden Ost-West-Verbindungen im Oberland sind ein tägliches Problem von großen Schülergruppen“, so Klaus Koch, Fraktionschef der Grünen im Kreistag. „Der Ost-West-Stau in Tölz kostet hunderte Bürger täglich Lebenszeit und Ressourcen. Wenn der Alpenbus mehr sein soll als ein Wahlkampfbeitrag, braucht es ein engmaschiges Zeitraster mit zeitnaher Einführungsperspektive“, so Koch in einer Pressemitteilung. 

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