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Hochzeit-Location im Oberland ist bis Herbst 2023 ausgebucht – „Man kann wirklich von einem Boom sprechen“

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Von: Beatrice Oßberger

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Tischlein deck dich: Pablo Landauer richtet im Kurhaus einen Hochzeitstisch her.
Tischlein deck dich: Pablo Landauer richtet im Kurhaus einen Hochzeitstisch her. © Krinner

Pablo Landauer betreibt das Kurhaus in Bad Tölz – eine der gefragtesten Hochzeit-Locations in der Region. Im Interview erklärt er den aktuellen Boom und wie lange Paare auf einen Termin warten.

Seit fast zehn Jahren betreibt Pablo Landauer das Kurhaus in Bad Tölz und damit einen der gefragtesten Plätze für größere Hochzeitsfeiern in der Region. Ein Gespräch über das Heiraten mit pandemiebedingter Verzögerung.

Herr Landauer, wie läuft bei Ihnen das Hochzeitsgeschäft in diesem Jahr?

Landauer: Großartig läuft es. Wir sind sehr froh, dass wir seit April wieder Hochzeiten und Veranstaltungen ohne Einschränkungen durchführen können. Und wir sind maximal ausgelastet.

Keine freien Termine mehr in diesem Jahr?

Landauer: Nein, ich könnte Ihnen nichts mehr anbieten. Selbst das Salettl, unser kleinerer Saal für Feiern mit bis zu 80 Gästen, ist ausgebucht. Gleichzeitig hatten und haben wir unglaublich viele Anfragen. Man kann in diesem Jahr wirklich von einem Hochzeiten-Boom sprechen.

Heiraten im Accord: 30 Prozent sind Corona-Nachholer

Sind denn viele Paare darunter, die ihre Hochzeitsfeier aufgrund der Pandemie verschoben haben?

Landauer: Ja, ungefähr 30 Prozent der Hochzeitsfeiern sind Nachholer. Wir haben einige Paare, die im vergangenen Jahr ihre standesamtliche Hochzeit im kleineren Rahmen bei uns gefeiert haben und die ihre große Feier mit Gästen aus aller Welt auf dieses Jahr verschoben haben. Die vielen internationalen Hochzeitsgesellschaften, die bei uns normalerweise feiern, konnten im vergangenen Jahr aufgrund der Beschränkungen ja nicht einmal anreisen. Auch das Angebot an Lokalitäten für Hochzeitsfeiern ist knapper geworden.

Hochzeitsfeiern im Münchner Umland: Angebot an Locations knapper geworden

Wie sind Sie bisher durch die Pandemie gekommen?

Landauer: Wir sind mit einem hellblauen Auge davongekommen und mir selbst ist kein Gastronom bekannt, der aus dem Hochzeitsgeschäft ausgestiegen wäre. Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann, ist, dass mancher vielleicht aufgrund des Fachkräftemangels in der Gastronomie auf größere Veranstaltungen verzichtet. Wer ohnehin nicht genügend Köche hat oder Servicekräfte, der kann keine große Feier stemmen. Gerade Hochzeiten sind sehr personalintensiv und bedürfen einer genauen Planung. Das schafft man auch nur mit einem erfahrenen Team. Von daher bin ich sehr froh, dass wir viele unserer Mitarbeiter halten konnten.

Glauben Sie, dass der Hochzeitsboom auch im kommenden Jahr anhält?

Landauer: Solche Voraussagen sind immer schwer und ich kann auch nur für unser Haus sprechen. Die Buchungslage für das kommende Jahr ist bereits sehr gut, was bedeutet: Die Premium-Termine, also die Wochenenden von Mai bis September, sind schon so gut wie weg.

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