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Stadtrat am Dienstag 

Heißes Eisen Bichler Hof

Das Hotelvorhaben Bichler Hof gehört zu den umstrittensten Tölzer Bauprojekten der vergangenen Jahre in Tölz. Am Dienstag, 27. Februar, ab 16 Uhr wird der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung die Vertragsvereinbarungen diskutieren und endgültig beschließen.

Bad Tölz – Zur Vorgeschichte: Hubert Hörmann will den ehemaligen Bauernhof, Diplomaten-Wohnsitz und das frühere Seminarhaus zu einem 80-Betten-Tophotel umbauen. Ein größeres Sterne-Haus benötigt die Stadt seit Jahren dringend. Sie fördert das Vorhaben deshalb zum einen mit der Erlaubnis zur Umwandlung von Grün- in Bauland. Am Fuße des Bichler Hofs sollen 18 Doppelhaushälften entstehen. Zudem wird für Hörmann eine Sonderregel der sogenannten ZoBoN-Satzung (Satzung für zukunftsorientierte Bodennutzung) zum Tragen kommen, wonach die Stadt auf einen Ankauf von einem Drittel der Flächen zugunsten etwa von sozialem Wohnungsbau verzichtet. Begründung: Mit dem Bau des Hotels werde ein wichtiges städtebauliches Ziel erreicht.

Die Grünen-Fraktion im Stadtrat hat diese Quersubventionierung mit allen Mitteln – allerdings vergeblich – bekämpft. Auch in der vergangenen Bürgerversammlung wurde das Thema Bichler Hof heftig diskutiert. Mehrere Bürger kritisierten die doppelte Förderung (Baulandumwandlung und Verzicht auf den Erwerb eines Drittels der Flächen durch die Stadt).

Stephanie Hörmann verteidigte vehement das Projekt. Das Hotel sei keine Idee der Familie gewesen, sondern von der Stadt an sie herangetragen worden. Die ZoBoN sei parallel und unabhängig zur Projektentwicklung entstanden. Das Thema Quersubventionierung von Hotelbauten werde nun unfairerweise auf dem Rücken der Familie Hörmann ausgetragen.

Gleichwohl verabschiedete die Bürgerversammlung eine Empfehlung an den Stadtrat, seine Haltung nochmals zu überdenken. In der Juni-Sitzung 2017 hat das Gremium aber gegen die vier Stimmen der Grünen seinen alten Beschluss bestätigt. „Dann geht endlich etwas vorwärts“, sagte Camilla Plöckl damals.

Es verging freilich noch ein weiteres Dreivierteljahr, bis nun der Vertrag tatsächlich verabschiedet werden soll. Das erfolgt im nichtöffentlichen Teil.

Es geht dabei zum Beispiel um den Fall, dass das Hotel nicht zustande kommt. Wenn das eintritt, lässt sich die Stadt eine Kaufoption für ein Drittel der zum Bauland umgewandelten Flächen festschreiben, erklärte am Freitag Bürgermeister Josef Janker. 

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