Das Biomasse-Heizwerk der Stadtwerke auf der Flinthöhe.

Stadtrat

Heizwerk-Standort am Fußdes Kogels ist „gestorben“

Der Energienutzungsplan Tölz soll kein Lippenbekenntnis bleiben. In der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag wurde beschlossen, dass man künftig auf Wärmeversorgung auf Basis von Biomasse den Fokus richten und geeignete Standorte für eine Kombi-Energiezentrale im Badeteil finden will.

Bad Tölz – Der von den Stadtwerken favorisierte Standort am Kogel wird nun ausdrücklich ausgeschlossen. Und zwar aus städtebaulichen Gründen, wie Bauamtsleiter Christian Fürstberger ausführte. Mit dem von den Stadtwerken favorisierten Standort werde massiv ins Ortsbild und den Hang eingegriffen. Das widerspreche auch massiv dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). Die Aufgabe des Standorts habe aber ausdrücklich nichts mit den Bürgerprotesten zu tun. Das betonte auch Bürgermeister Josef Janker.

Wie also soll der neue Heizwerk-Standort gefunden werden? Franz Mayer (Grüne) hatten den Kogel auch als „ungeeignet“ empfunden. Eine „Ausschließeritis“ wollte er bei der künftigen Standortsuche aber auch nicht haben. „Irgendjemand ist immer dagegen.“ Das habe ja auch der Besuch des Stadtrats in Lermoos gezeigt. Das dortige Heizwerk wurde nach langen Diskussionen schließlich auch weit außerhalb errichtet. Mayer regte an, dass ein auswärtiges Ingenieurbüro den objektiv besten Standort ermittelt.

Im Beschluss wurde schließlich festgehalten, dass es erst einmal eine vertiefte Untersuchung für die Errichtung eines Fernwärmenetzes im Badeteil geben soll. Zur Findung eines geeigneten Standorts für ein Heizwerk sollen Kriterien definiert werden. Die sich ergebenden Standorte sollen dann mit Öffentlichkeitsbeteiligung diskutiert werden. 

chs

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