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Urlaubsträume: Die exotischen Früchte am Stand „Tropical Decoration“ lockten viele Besucher.

Ausstellung läuft noch bis Dienstag

Farbenzauberer Herbst zeigt sich im Kurhaus von seiner besten Seite

Wenn schönes Wetter ist, dann ist der Herbst ein Zauberer erster Klasse. So wie am Samstag bei der Eröffnung der 13. Auflage des „Tölzer Herbstzaubers“.

Bad Tölz – Da konnten die 161 Aussteller der Verkaufsschau im und ums Kurhaus ihre Waren bei idealer Witterung präsentieren. Doch über Nacht änderte sich das – am Sonntag war Regen angesagt. Die Besucher kamen trotzdem, wenn auch nicht so viele wie am Samstag. Die Messe läuft noch bis Dienstag.

Für manche Anbieter waren kühlere Temperaturen vielleicht sogar vorteilhafter fürs Geschäft, denn mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit gab’s im textilen Bereich viel Wärmendes: Jacken, Schals, Mützen und Handschuhe, vieles davon hergestellt aus der trendigen Alpakawolle. Von Walliser Landschafen dagegen kommen Felle, winterliche Hausschuhe, Teppiche und Bettwaren, die vom Fischbacher Unternehmen „Lolfinger“ vorgestellt wurden. Ergänzend zur äußerlichen Kälteabwehr boten sich die Obstbrände der ebenfalls heimischen Familien-Brennerei Schauer für die inwändige Erwärmung an.

„Sehr zufrieden“ zeigte sich am Samstag Andreas Richter aus Weilheim über das Interesse an seinen Zirbenholz-Produkten: Vor allem die mit Schafwoll-Kügelchen und Zirbenspänen gefüllten Schlafkissen waren gefragt. Individuelle Schmuck- und Deko-Kreationen in künstlerischer und handwerklicher Ausführung und in unterschiedlichsten Preislagen fanden nicht immer einen Käufer, aber manch bewundernden Blick. Dazwischen versammelten sich kleine Gruppen von Marktbummlern vor der Bühne im Kurpark, um den dort musikalischen Aufführungen oder Vorträgen zu lauschen.

Für satte Farben im Park sorgten vor allem die herbstlichen Astern, die nebst Gräsern und anderen wintergrünen oder winterharten Pflanzen speziell von Garten-Liebhabern in Augenschein genommen wurden. Wobei Eugen Schleipfer von der Stauden- und Kakteengärtnerei aus Neusäß bei Augsburg Interessenten nachdrücklich ans Herz legte, sich beim Pflanzenkauf grundsätzlich nach der vorhandenen Bodenbeschaffenheit zu richten. „Sonst ist Enttäuschung über Schädlingsbefall und kümmerliches Gedeihen vorprogrammiert.“ Etwas enttäuscht äußerte sich eine Besuchergruppe aus Bayrischzell: Die Beschilderung sei ungenügend gewesen. „Wenn nicht das Wetter so schön gewesen wäre, dann wären wir wieder nach Hause gefahren.“ Zudem fände man die Eintrittspreise zu hoch. Die Ausstellung an sich und die Atmosphäre im Kurpark seien aber schön.

Rosi Bauer

Tölzer „Herbstzauber“: Fundgrube für Garten- und Dekoideen

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