+
Linken-Kandidat Andreas Wagner wird von Veronika Ahn-Tauchnitz, Redaktionsleiterin des Tölzer Kurier, befragt.

Live und nur bei uns:

Direktkandidat Wagner (Linke) stellt sich Ihren Fragen

  • schließen

Die Linke ist in Bayern ja ähnlich prominent wie die Berliner Weiße - Andreas Wagner will es als Direktkandidat trotzdem wissen - und hat tatsächlich realistische Chancen auf ein Mandat. Hier stellt er sich im Live-Video.

Miesbach/Bad Tölz/Wolfratshausen - Hauptschulabsolvent, Arbeiter, Betriebsratvorsitzender - Andreas Wagner ist ein Linker, wie er im Buche steht und wie es sie vor Jahrzehnten auch mal in der SPD gab. Am Montagabend stellte sich der 45-jährige Familienvater im Live-Video-Interview Ihren Fragen. 

Wie das geht und die Videos der Kandidaten, die sich schon vor unsere Kamera gewagt haben, schauen und lesen Sie hier.

Das wichtigste vorweg: Neben Bär (Platz 12 auf der Grünen-Liste) und Radwan (CSU) hat Andreas Wagner tatsächlich realistische Chancen in den Bundestag einzuziehen. Vergangene Wahl schafften es vier Linke aus Bayern, Wagner steht auf Platz sechs der aktuellen Liste. „Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die hierfür notwendigen Zweitstimmen zu sammeln“, sagt Wagner. „Es wird auf jede Stimme ankommen, was die Wahl auch aus meiner ganz persönlichen Sicht besonders spannend macht.“

Umso spannender für uns, wie er sich im Live-Video schlägt. Wer ihn wählt, wählt einen kompromisslosen Pazifisten (keine Auslandseinsätze mehr für die Bundeswehr und den Verbot für Waffenexporte). Wagner: 

„Es kann nicht sein, dass Milliarden Euro zusätzlich für Waffen, Militär und Kriegseinsätze bereitgestellt werden und gleichzeitig Millionen Menschen in Afrika und dem Nahen Osten vom Hungertod bedroht sind und in die Flucht getrieben werden, weil die finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe fehlen. Ich finde es unerträglich, dass die schwarz-rote Bundesregierung Kriegsparteien wie Saudi-Arabien und die Türkei mit Waffen beliefert, obwohl deren Regierungen die Menschenrechte mit Füßen treten. Und ich finde es eine Schande, dass die Bundesregierung die Stationierung von US-Massenvernichtungswaffen auf deutschem Boden duldet und nicht an den UN-Verhandlungen über die Abrüstung von Atomwaffen teilgenommen hat.“

Abgesehen davon schlägt sein Herz für seine Familie und seine Kinder. Wenn er Politik macht, macht er das vor allem für seine Kinder, sagt er, dafür, dass sie eine lebenswerte Zukunft haben. Und wie? Na so:

„Erstens: Ich will darauf hinwirken, dass mehr gemeinnützige bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Davon haben alle etwas: Arbeitnehmer, junge Familien, Alleinerziehende, Senioren, Auszubildende und Studierende. Zweitens: Ich will darauf hinwirken, dass eine wohnortnahe Versorgung von Frauen vor, während und nach der Geburt gewährleistet und sichergestellt ist. Hierzu ist eine bessere Finanzierung der Geburtshilfe notwendig und die Einrichtung eines steuerfinanzierten Haftungsfonds. Drittens: Ich will darauf hinwirken, dass kein Mensch auf Grund von Armut oder Krieg seine Heimat verlassen muss. Ich will mich daher für faire Handelsbeziehungen mit anderen Ländern und für ein Ende deutschen Waffenlieferungen an die Kriegsparteien im Nahen Osten stark machen.“

kmm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Kontakt zu Einheimischen könnte besser sein“
Es gibt eine Personengruppe, die bereitet dem Lenggrieser Helferkreis Asyl Kopfzerbrechen. Und das sind junge Mütter mit Kindern. Warum dies so ist, erläutert …
„Kontakt zu Einheimischen könnte besser sein“
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Herzogstandbahn: Revisionsarbeiten laufen auf Hochtouren
Herzogstandbahn: Revisionsarbeiten laufen auf Hochtouren

Kommentare