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Beim Osterkonzert spielte die Tölzer Stadtkapelle schon einmal das Pflichtstück, das im Wettbewerb am Sonntag gefordert wird.

Hoffen auf den dritten Titel

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Spannung liegt in diesen Tagen bei der Tölzer Stadtkapelle in der Luft. Denn an diesem Sonntag treten die Musiker beim Oberstufen-Wettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbands an. Dem Sieger winkt der Titel als bestes Blasorchester des Freistaats.

Bad Tölz– Die 60 Musiker unter der Leitung von Josef Kronwitter treten gegen neun Kapellen an, die aus den verschiedenen Bezirksverbänden stammen. Mit dabei ist auch noch die Musikkapelle Münsing. Es ist das erste Mal, dass beim Oberstufen-Wettbewerb zwei Kapellen aus demselben Landkreis antreten. „Darauf kann die ganze Region stolz sein“, sagt Kronwitter. Er hofft, dass deshalb zahlreiche Blasmusik-Freunde ins Stadttheater nach Ingolstadt kommen, um die heimischen Musiker zu unterstützen. „Der Weg ist ja nicht so weit.“

Jede Kapelle wird zwei Stücke vortragen: Eines durften sie selbst wählen, das andere ist das Pflichtstück, das alle Ensembles vortragen müssen. Die Organisatoren haben eine Komposition des Amerikaners Robert W. Smith ausgesucht, Titel: „Southwest Summer“. Ende März wurden die Noten allen Kapellen zugesandt. Die Stadtkapelle trug es an Ostern bei der Vorstellung ihrer neuen CD als Zugabe dem Publikum vor.

Kronwitter zufolge ist es ein anspruchsvolles Stück. Die Komposition beschreibt die amerikanische Landschaft, unter anderem mit Wüstengeräuschen – gefragt sind da vor allem Schlagzeuger und Percussionspieler. Als Dirigent hat Kronwitter gewisse Freiheiten bei der Interpretation, zum Beispiel hinsichtlich der Dynamik. „Ich will die musikalischen Farben zeigen, die dieses Stück bietet“, sagt er. Als Selbstwahl-Stück haben sich die Tölzer für die „Alpina Saga“ entschieden. „Es ist ein Werk, in dem man sehr viel Klangfarbe zeigen kann“, sagt Kronwitter.

Die Tölzer werden in Ingolstadt selbstbewusst antreten, haben aber auch großen Respekt vor der Konkurrenz. Mit dabei sind auch wieder Titelverteidiger Erkheim und die zweitplatzierten Musiker aus Thannhausen (beide Bezirk Allgäu-Schwaben). Die Tölzer landeten 2016 hauchdünn auf Platz vier. 2014 waren sie Dritte, 2010 und 2008 jedoch hatten sie den Titel geholt. Der Wettbewerb findet nur alle zwei Jahre statt. Ein Platz unter den besten Drei ist das Ziel, am liebsten natürlich ganz vorne. „Das wird schwierig. Aber wir werden unser Bestes geben“, kündigt Kronwitter an.

Die Musiker freuen sich schon sehr auf Ingolstadt, sagt der Dirigent. Am Mittwoch istGeneralprobe. Beim Auftritt am Sonntag entscheide dann nicht nur die Tagesform, sondern auch die Tatsache, wie die Musiker mit der Akustik in einem für sie ungewohnten Saal zurechtkommen. Das gelte freilich für alle Orchester. „Das ist für jeden Musiker eine große Herausforderung.“

Der Auftritt der Tölzer ist um 11.30 Uhr, die Münsinger sind um 10 Uhr dran. Aus dem Bezirk Oberbayern ist noch Erding dabei. Wer den Titel verliehen bekommt, gibt die Jury um 17 Uhr bekannt. Alle Kapellen freuen sich über Besucher. Der Eintritt ins Ingolstädter Stadttheater ist frei, Parkplätze gibt es in der Tiefgarage.

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