Entlang der Arzbacher Straße soll einmal ein Hotel entstehen.

Projekt Arzbacher Straße

Hotel: Stadt beendet Zusammenarbeit mit Partnern

Am Mittwoch hat die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Stadt uneins sei mit dem Hotelinvestor Arcus für das Projekt an der Arzbacher Straße. Der Bürgermeister habe angedeutet, dass die Stadt die Zusammenarbeit mit der Firma Arcus beenden könnte.

Bad Tölz – Zu diesem Zeitpunkt lag ein nichtöffentlicher Stadtratsbeschluss sechs Wochen zurück, wonach die Stadt die Hotelprojektentwicklung an der Arzbacher Straße mit der Beratungsfirma Feuring in Verbindung mit Investor Arcus nicht weiterverfolgt. „Die Grundstücke werden nicht an den Investor verkauft.“

Bürgermeister Josef Janker erkennt keinen Widerspruch zu der vor drei Tagen gemachten öffentlichen Aussage in der SZ. Der Stadtratsbeschluss bedeute ja nicht, dass man nicht mit Feuring oder Arcus einzeln weiterverhandeln könne. Voraussetzung sei freilich, dass Arcus, Feuring oder ein „x-beliebiger Investor ein völlig neues Konzept vorlege. So wie es jetzt geplant sei, „wird es nichts werden“.

Warum all das nicht längst in einer öffentlichen Stadtratssitzung bekannt gemacht wurde, begründet Janker mit prozesstaktischen Gründen. Die Stadt wolle erst das Verwaltungsgerichtsverfahren zum Bürgerbegehren abwarten. „Da sage ich doch nichts vorher zu Chancen und Risiken.“ Janker stellte aber klar, dass das Hotelprojekt nicht gestorben sei. Schließlich hänge daran auch das Spa-Projekt. Erst wenn das Sportstudio Hirsch in das Sensofit-Haus an der Arzbacher Straße umziehen könne, habe man an der Bockschützstraße freie Hand für das geplante Spa.

Als Gründe für das Beenden der Kooperation mit Feuring/Arcus nannte das Stadtoberhaupt die fehlenden Stellplätze und ihre mangelhafte Situierung sowie die Außenflächen. Die Nachbesserung sei noch schlechter gewesen als die vorherige Planung. Hotelinvestor Arcus war am Freitag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Dafür haben die Bürgerinitiative als Kläger und ihr Anwalt klargestellt, dass man das Bürgerbegehren und seine Inhalte keinesfalls als erledigt ansehe. Auch wenn der Rechtsvertreter der Stadt in einem Antrag auf Klageabweisung an das Verwaltungsgericht München davon ausgehe, dass sich das Verfahren mit dem Stadtratsbeschluss vom 24. Oktober erübrigt habe. Die Bürgerinitiative bittet das Gericht, zeitnah einen Termin zur mündlichen Verhandlung anzuberaumen.

chs

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