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Bei Dauerregen ist am Blomberg nicht viel los. Es gab in den Ferien aber auch schon gute Tage. Daher will Geschäftsführer Hannes Zintel „auch nicht jammern“. 

Hütten

Hoffen auf den Ferienendspurt

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Sonne, Regen, Schnee: Das Wetter weiß in den Pfingstferien nicht so recht, was es will. Entsprechend ist der Betrieb in den Bergen: Von tote Hose bis volle Hütte war bisher schon alles dabei.

Beim Blick aus dem Fenster sieht Stefan Obermüller am Montag nichts. Die Sonnenterrasse der Stiealm ist leer, nur ein paar Schneeflocken legen sich auf die Tische und Bänke. „Im Vergleich zu anderen Pfingstferien ist es heuer nicht so besonders“, sagt der Hüttenwirt.

Sein Kollege Stefan Reichart von der Kotalm am Brauneck fasst die Lage knapp zusammen: „Schlechtes Wetter, keine Gäste.“ Aber die Witterung sei nun mal wie sie ist. Ungewöhnlich ist das Wetter für die Jahreszeit auch nicht, wie Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck-Bergbahn, anmerkt. „An Pfingsten regnet’s gerne mal“, sagt er.

Direkt klagen möchten die drei vom Brauneck nicht. Über Christi Himmelfahrt gab es nämlich ein paar schöne Tage, und auch vergangenes Wochenende nutzten einige Wanderer die Gelegenheit, Stie- oder Kotalm zu besuchen. „Ich bin noch nicht ganz zufrieden, aber das gleicht sich aus“, sagt Lorenz.

So sieht das auch Hans Mayr von der Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand. Das Geschäft beschränke sich ja nicht auf einzelne Ferien, sagt der Hüttenwirt. „Wir haben ein bisschen über 200 Tage offen. Wenn davon 17 Wochen gut und 17 Wochen schlecht sind, passt das.“

Zumal die Übergänge der Jahreszeiten in den Bergen immer ein Problem seien: Teilweise müsse der Pfingstwanderer am Latschenkopf und an der Benediktenwand nämlich noch durch Neuschnee, erklärt Stefan Obermüller von der Stiealm. Und manche Wege seien recht matschig. „Zum Wandern ist das noch nicht so gut“, sagt Obermüller.

Doch die Betonung liegt auf „noch“: Denn die Hoffnungen ruhen jetzt ganz auf dem kommenden langen Wochenende: An Fronleichnam sollen es 22 Grad werden. Stefan Reichart hat die Vorräte an der Kotalm aufgefüllt und bereitet sich auf einen ordentlichen Betrieb vor. „Ich erwarte sehr viel vom kommenden Wochenende“, sagt er.

Im Tal ist Ursula Grottenthaler von der Lenggrieser Gäste-Information recht zufrieden. „Es sind viele Familien da und die ersten Radlfahrer unterwegs“, sagt sie. Die Angebote der Gemeinde seien gefragt, besonders die Abendwanderungen mit Laternen. Und wenn das Wetter nicht so gut ist, sei das Hallenbad Isarwelle sehr beliebt. Abschließende Gästezahlen gebe es zwar noch nicht, aber im Vergleich zu den vergangenen Pfingstferien, „kann man nicht sagen, dass das Wetter heuer negative Auswirkungen hatte“.

Die Zwischenbilanz von Hannes Zintel, Geschäftsführer der Blombergbahn, fällt ähnlich aus wie bei seinen Kollegen am Brauneck. „Letztes Wochenende konnten wir passabel mitnehmen, da wollen wir nicht jammern“, sagt er. Und Mutter- und Vatertag seien der Knaller gewesen. Nun hoffe er, den Rest der Woche ohne Regen bestreiten zu können. Denn ein Erfolg „nach dem langen Winter, der keiner war“, sei dringend nötig.

Was Zintel zuversichtlich stimmt: „Wenn das Wetter passt, kommt unser Angebot gut an.“ Und auch Stefan Reichart von der Kotalm ist sicher, dass die Berge mehr denn je gefragt sind. „Wenn das Wetter gut ist, sind die Gäste auch da.“

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