Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Den Waldkauz und den Mäusebussard auf seinen Armen konnte Alfred Aigner in seiner Greifvogelauffangstation retten. Für die Vögel im Schnee kam leider jede Hilfe zu spät.

Viele gefiederte Patienten in Auffangstation

Hungerzeiten für Greifvögel und Eulen

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Viele Menschen haben den Winter allmählich satt. Lebensbedrohlich werden die Witterungsverhältnisse aber für Greifvögel und Eulen, weil sie unter der dicken und vielerorts hart gefrorenen Schneedecke keine Mäuse mehr finden, die ihnen als Nahrung dienen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Viele Menschen haben den Winter allmählich satt. Lebensbedrohlich werden die Witterungsverhältnisse aber für Greifvögel und Eulen, weil sie unter der dicken und vielerorts hart gefrorenen Schneedecke keine Mäuse mehr finden, die ihnen als Nahrung dienen. Auch im Landkreis werden derzeit immer wieder entkräftete Tiere gefunden. Sie landen bestenfalls in der Greifvogelauffangstation von Alfred Aigner in Otterfing. Dort päppelt er zurzeit 15 „abgehungerte Patienten“ auf, wie er sagt. „Und täglich werden es mehr.“

Auch wenn Aigner in Otterfing ansässig ist – sein „Einzugsgebiet“ erstreckt sich auch über Isarwinkel und Loisachtal „bis in den Garmischer Bereich hinein“, erklärt er. Aigner arbeitet eng mit der Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) zusammen. In Waldgebieten des Isarwinkels seien typischerweise Eulenarten wie Waldkäuze, Waldohreulen oder Rauhfußkäuze heimisch, sagt er. Mit Greifvögeln wie Mäusebussarden oder Turmfalken teilen sie laut Aigner das Problem, dass ihnen der Schnee die Nahrungssuche erschwert.

Jungvögeln fehlt die Erfahrung, wie sie sich in schwierigen Zeiten ausreichend ernähren

 „Bei lockerem, pulverigen Schnee haben sie kein Problem, weil sie dann die Aktivitäten der Mäuse unter dem Schnee erkennen.“ Derzeit sei es aber so, dass es tagsüber leichte Plusgrade und in der Nacht strengen Frost gebe. Dadurch sei die Schneedecke stellenweise „bretthart gefroren“.

Ältere Tiere, die ihr Revier „in- und auswendig kennen“, wüssten sich noch eher zu helfen, so der ehrenamtlich arbeitende Tierschützer. Sie wissen zum Beispiel, wo eine Scheune steht oder wo Wild gefüttert wird und etwas auf den Boden fällt, was später Mäuse anlockt.“ Jungvögel des vergangenen Jahres, die meist noch kein eigenes Jagdrevier hätten, fehle hingegen die Erfahrung, wie sie sich auch in schwierigen Zeiten ausreichend ernähren.

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Nicht selten komme es vor, dass Jäger, Spaziergänger oder Langläufer im Landkreis entkräftete Tiere finden. „Manchmal wird auch die Polizei verständigt, und sie birgt die Vögel.“ Die sonst so scheuen und wehrhaften Tiere ließen sich mit bloßen Händen vom Boden aufheben. Aigner empfiehlt, sie in einem mit Luftlöchern versehenen Karton zu setzen und ein Handtuch auf den Boden zu legen.

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Auf diese Art wurden zuletzt 21 Greifvögel und Eulen in Aigners Pflegestation nach Otterfing gebracht. „Einige Vögel waren so geschwächt, dass sie schon auf dem Weg gestorben sind.“ Terzel, also die männlichen Vögel, seien übrigens gefährdeter als weibliche, weil sie von Haus aus um ein Drittel kleiner und leichter seien.

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Weil Greifvögel normalerweise auch ihren Flüssigkeitsbedarf über ihre Beute decken, seien sie meist nicht nur abgemagert, sondern auch dehydriert. In den ersten Tagen verabreicht ihnen Aigner daher nur Flüssignahrung in Form eines Blutserums. „Dann werden sie mit kleingeschnittenem Fleisch von Eintagsküken gefüttert, das in einen probiotischen Joghurt getaucht wird, um die Magen-Darm-Flora wieder aufzubauen“, erklärt er. Nach etwa einer Woche beginnen sie dann, wieder selbstständig zu kröpfen, also Nahrung aufzunehmen. Bis sie wieder ganz fit seien, dauere es weitere vier Wochen. „Wenn sich der Winter zurückzieht und es die Wetterlage erlaubt, werden die Vögel ab Mitte März wieder ausgewildert.“

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