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„Das Tölzer Nachtleben ist ausgestorben“, sagt Alexis Christou. Mit seiner neuen Kneipe „Alpha Omega“ möchte er daran etwas ändern. 

Nachtleben

Im ehemaligen „Brucklyn“: „Alpha Omega“ öffnet am Amortplatz

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Zwei Monate nach der Schließung des „Brucklyn“ öffnet die Nacht-Kneipe an der Isarbrücke am Freitag wieder. Unter dem Namen „Alpha Omega“ möchte der Tölzer Alexis Christou verschiedene Generationen ansprechen.

Bad Tölz – Wer oft weggeht, kennt viele, die gerne weggehen: So einfach die Formel ist, für Alexis Christou könnte sie das Erfolgsrezept sein. Im Nachtleben ist der Tölzer offen für alles. Er mag das Feiern in einer R’n’B-Bar, aber ihm taugt’s auch mal in einem Irish Pub. Und was für eine Kneipe macht so einer auf? „Eine, in der sich jeder wohlfühlt“, sagt Christou. „Ich will es hier gemütlich machen.“

In den Räumen, die er nun gepachtet hat, hat er auch schon oft gefeiert – und gearbeitet. Zwei Jahre lang war er Barkeeper, als das Lokal noch „What’s Up“ hieß. Das ist allerdings schon acht Jahre her. Die vergangenen fünf war die Nacht-Kneipe am Tölzer Amortplatz unter dem Namen „Brucklyn“ bekannt. Nun soll sie „Alpha Omega“ heißen. Am Freitag will Alexis Christou aufsperren.

Drei Tage davor liegen Wasserflaschen auf der Bar, Putzeimer auf dem Boden und Möbelkataloge auf den Tischen: Der 31-Jährige schuftet von morgens bis abends, damit das mit der Eröffnung am Freitag auch hinhaut. Zwei gute Freunde haben ihm beim Streichen und Renovieren geholfen. Der untere Bereich des Lokals ist heller geworden, statt der Rottöne seiner Vorgänger wollte Christou „ein freundliches Blau“. Über der Bar erstrahlt das Gewölbe nun in weiß.

Alexis Christou: Erfahrung aus der Gastronomie der Eltern

Zwei volle Ouzo-Flaschen haben es auch schon in den Laden geschafft. „Die waren im Angebot. Mein Vater hat mir den Tipp gegeben.“ Der muss es wissen – schließlich ist er seit gut 35 Jahren Gastronom. Der gebürtige Grieche führte unter anderem einst das „Rhodos“ im Badeteil, wo bis vor einem guten Jahr noch das „Marché“ seine Gäste empfing. Heute leitet er die „Badstuben“ am Penzberger Wellenbad.

„Ich habe oft in der Gastronomie meiner Eltern mitgeholfen“, sagt der Sohn. Selbst hat Alexis Christou zuletzt selbstständig in der Paketbranche gearbeitet. Die Kontakte waren bei den Renovierungsarbeiten hilfreich: „Ich hatte immer einen Transporter zur Verfügung.“ Der große Umbau im „Alpha Omega“ ist erst 2018 geplant. Böden sollen raus, neue Toiletten rein. „Dafür braucht man fünf, sechs Wochen“, sagt Christou, der schon heuer nach und nach Verbesserungen vornehmen will. Vorerst startet er hauptsächlich mit dem Inventar, das er von den „Brucklyn“-Betreibern übernommen hat. Außerdem hat er eine neue intelligente Lichtanlage im Bereich der Tanzfläche montiert und einen Holztresen schreinern lassen. Dahinter soll eine „VIP-Lounge“ mit gemütlichen Polstersitzen entstehen.

„Das Tölzer Nachtleben ist ausgestorben“

Einige Stühle und Tische werden in den nächsten Wochen wohl noch verrückt, einen klaren Plan hat Christou aber schon jetzt: „Ich möchte auch für ältere Leute wieder etwas bieten – Tanzabende zum Beispiel.“ Deshalb öffnet er neben freitags und samstags auch donnerstags. Das Wochenende will er mit Motto-Partys für 90er-, Schlager- oder auch Techno-Fans gestalten.

„Das Tölzer Nachtleben ist mittlerweile ausgestorben“, sagt Alexis Christou. Als leidenschaftlicher Partygänger will er dabei nicht mehr länger zuschauen.

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