Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte
+

Amtsgericht 

Im Parkplatzstreit Messer gezückt

Parkplätze bieten häufig Anlass für Streitereien. Ein Franke erzürnte sich im Juni vorigen Jahres wegen einer besetzten Parkbucht vor der Wohnung seiner Freundin in Bad Tölz derart, dass er sich eine Anzeige und einen Strafbefehl einhandelte. Der Fernfahrer (56) soll einen Verkäufer (40) mit einem Klappmesser bedroht haben.

Bad Tölz/Wolfratshausen – Weil der Beschuldigte die Geldstrafe nicht akzeptierte, trafen sich die beiden Männer nun vor dem Wolfratshauser Amtsgericht wieder. Dort wurde das Verfahren am Ende eingestellt.

Als er am 25. Juni 2017 gegen 16 Uhr nach einem Ausflug mit seiner Freundin zurückkam, sei deren Parkplatz „wie so oft“ belegt gewesen. Durch lautes Hupen habe er darauf aufmerksam gemacht, erläuterte der Angeklagte. Daraufhin seien ein Mann und eine Frau aus dem Haus gekommen. „Der Mann kam uns Auto und packte mich am Oberarm“, fuhr der 56-Jährige fort. „Ich sagte: Hör auf.“ Dann „habe ich zwei Fehler gemacht“, musste der Beschuldigte eingestehen: „Dass ich das Brotmesser rausgezogen und die Klinge aufgeklappt habe.“ Allerdings will er das Messer nicht drohend gegen den Geschädigten gerichtet, sondern „zum Auto hin gehalten“ und gleich wieder eingesteckt haben. „Als er das Messer sah, brüllte er gleich los: Der sticht mich ab!“ Das aber bestritt der Angeklagte: „So hat es nicht stattgefunden. Ich habe keine Stichbewegung gemacht. Definitiv nicht.“

Warum er überhaupt auf die Idee gekommen sei, bei seiner Statur (1,86 Meter Körpergröße, 115 Kilogramm Gewicht, früherer Boxer) zum Messer zu greifen, wollte der Richter wissen. „Wenn ich geschlagen hätte, säße ich doch jetzt wegen schwerer Körperverletzung in der JVA. Das wäre mich noch teurer gekommen“, entgegnete der Angeklagte und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Ich wollte mir nur Respekt verschaffen.“

Sein Kontrahent beteuerte in seiner Zeugenaussage: „Ich habe ihn nicht angefasst. Nein, nein, nein.“ Der Angeklagte, der bisher strafrechtlich eine weiße Weste hatte, entschuldigte sich „in aller Form dafür, dass ich das Messer gezogen haben“.

Richter Helmut Berger regte an, die Sache ohne Urteil zu beenden. Gegen Zahlung von 600 Euro (ein Drittel des Strafbefehls) an den Verein Bürger für Bürger stellte der Richter das Verfahren vorläufig ein. „Es war ein Fehler, das Messer zu ziehen. Es wird mir eine Lehre sein“, so der Angeklagte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Termine des Tages: Das steht an am Freitag
Termine des Tages: Das steht an am Freitag
Stichflamme in Tölzer Kellerbar: Genauer Ablauf weiter unklar
Wie genau kam es zu der Stichflamme in einer Tölzer Kellerkneipe, durch die vier Menschen schwer verletzt wurden? Diese Frage ist auch knapp zwei Wochen später noch …
Stichflamme in Tölzer Kellerbar: Genauer Ablauf weiter unklar
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Profi-Silvesterfeuerwerk auf der Tölzer Isarbrücke
Noch ist der Sommer nicht da, da denkt die Stadt schon an Silvester. Das ist nur logisch, weil die jüngsten Pläne der Tourist-Info eine lange Vorlaufzeit benötigen.
Profi-Silvesterfeuerwerk auf der Tölzer Isarbrücke

Kommentare