1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Bad Tölz

Umstrittenes Hotelprojekt auf der Wackersberger Höhe

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Im Tölzer Rathaus wird in der kommenden Stadtratssitzung über das Hotelprojekt auf der Wackersberger Höhe debattiert.
Im Tölzer Rathaus wird in der kommenden Stadtratssitzung über das Hotelprojekt auf der Wackersberger Höhe debattiert. © arp/A

Bad Tölz braucht Tophotels. Auf der Wackersberger Höhe soll eines entstehen. Das Projekt ist aber umstritten. Es ist am Dienstag Thema im Stadtrat.

Bad Tölz – In der Sitzung am Dienstag, 30. Juni, um 18 Uhr im Kurhaus geht es um den Bebauungsplan und die Einwände, wie die Pressestelle des Rathauses in dürren Worten mitteilt.

Dabei gibt es einige wichtige Punkte, die von den Kritikern des Projekts im Vorfeld der Sitzung ins Feld geführt werden. Müssen die Anlieger und Nachbarn des Hotels zum Beispiel auch an den Kanal anschließen, der von der Stadt für das Hotel gebaut wird? Das kostet natürlich viel Geld. Bauherr Johannes Tien übernimmt die Antwort fürs Bauamt: Es bestehe für die Nachbarn keine sofortige Anschlussverpflichtung. Auf Dauer komme der Kanal ohnehin billiger als Dreikammersysteme am Haus.

Kritiker des Projekts führten schon im Vorfeld Gegenargumente an 

Noch nicht geklärt ist offenbar auch, wohin der Wanderparkplatz mit Trafohäuschen verlegt wird. Er wurde ebenfalls an Tien verkauft. Moniert wird zudem, dass ein Gutachten der Stadt für die Artenerhebung vor Ort ausgerechnet im Winter gemacht wurde. Im Vorfeld der Sitzung kursierten auch Visualisierungen des Vorhabens, die einen riesigen Gebäudeblock am Waldrand zeigen.

Lesen Sie auch: Falkenhütte vor dem Neustart 

Stadtratssitzung findet am 30. Juni statt 

Gegen solche „Stimmungsmache“ verwehrt sich Johannes Tien. Er hätte, sagt er, gerne mit den Nachbarn Kontakt aufgenommen und das Projekt erklärt. Daran habe kein Interesse bestanden. Kolportierte Gerüchte, dass er das Vier-Sterne-Hotel eigentlich nur als Wohnhaus errichten wolle, weist er energisch zurück. „Ich brauche kein 50-Quadratmeter-Wohnzimmer.“ Und: „Wir wohnen wunderbar.“ Zur Kritik an einem Garni-Hotel allein auf weiter Flur meint er: „Das ist unsere unternehmerische Entscheidung.“ Tölz habe „tolle Gastronomen“. Mit denen werde man kooperieren und Shuttle-Dienste anbieten.

Lesen Sie auch:Nach Wahlen: Neuer Stadtrat für Bad Tölz steht fest  

Auch interessant

Kommentare