Seitdem es eine klare Altersgrenze für den Einsatz von Astrazeneca gibt, haben die Debatten im Impfzentrum aufgehört. Foto. dpa
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Seitdem es eine klare Altersgrenze für den Einsatz von Astrazeneca gibt, haben die Debatten im Impfzentrum aufgehört.

Impfzentren

Impfungen mit Astrazeneca: 2000 Dosen gibt es in dieser Woche in Bad Tölz-Wolfratshausen

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
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2000 Impfdosen des umstrittenen Vakzins von Astrazeneca stehen in dieser Woche im Tölzer Land zum Verimpfen bereit. Die Diskussionen in den Impfzentren haben sich erstaunlicherweise gelegt.

Bad Tölz-WolfratshausenIn den bayerischen Impfzentren soll es ab 19. April keine Erstimpfungen mehr mit Astrazeneca geben. Stattdessen soll das Vakzin nur noch in den Hausarztpraxen zum Einsatz kommen. Das geht nach Informationen des Münchner Merkur aus einem Schreiben des bayerischen Gesundheitsministeriums hervor. Im Tölzer Landratsamt ist das Schreiben noch nicht eingegangen, man gehe aber davon aus, dass es so kommen wird, sagt Behörden-Sprecherin Sabine Schmid auf Anfrage.

Seit der klaren Altersgrenze gibt es kaum noch Debatten

Generell werden die vorhandenen Impfdosen in den beiden Zentren in Bad Tölz und Wolfratshausen zügig verimpft. Gibt es denn große Debatten über das Vakzin von Astrazeneca, das im Verdacht steht, in sehr seltenen Fällen Hirnvenenthrombosen auszulösen? „Jetzt nicht mehr“, sagt Schmid nach Rückfrage bei Impfzentrumsleiter Maximilian Pfandl von der Aicher Group. Seit es die Vorgabe gibt, dass das Vakzin nur noch bei über 60-Jährigen zum Einsatz kommen darf und nicht mehr bei der gefährdeteren jüngeren Gruppe, haben die Diskussionen aufgehört. „Die Leute akzeptieren das, wissen, worauf sie sich einlassen. Vor der klaren Regelung war das mit den Diskussionen anders“, sagt Schmid.

Diese Woche gibt es Impfstoff von allen drei Herstellern

Tatsächlich ist Akzeptanz wichtig, denn in dieser Woche stehen in den Impfzentren einige Dosen des Vakzins zur Verfügung: Insgesamt 2000 Impfungen mit Astrazeneca sind möglich. Die Termine werden ab diesem Donnerstag freigegeben.

Aber nicht nur Astrazeneca soll geliefert werden, sondern auch Vakzine der Hersteller Biontech und Moderna. „Bis Samstag reicht es für 1400 Nadelstiche“, sagt Schmid. Ebenso viele Termine für Erstimpfungen wurden über die Software „BayImco“ freigegeben.

Auch die Hausärzte haben mit dem Impfen begonnen

Bis einschließlich Montag wurden im Landkreis 23 800 Dosen gespritzt – darunter 16 600 für Erstimpfungen. Vor allem verimpft wurde bislang Biontech (64 Prozent), gefolgt von Astrazeneca (29) und Moderna (7).

Seit dieser Woche impfen laut Schmid auch viele Hausärzte im Tölzer Land. Sie werden aber nicht über die Impfzentren mit dem Vakzin beliefert, sondern haben ihre Bestellungen in den Apotheken abgegeben.  

Einen Überblick über die Corona-Entwicklung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es hier.

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