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Kamen 2015 über 50 Geflüchtete pro Woche im Landkreis an, waren es zuletzt 9 bis 13 pro Monat. 

Sachstand Asyl

Statt 50 pro Woche kommen noch 9 bis 13 Geflüchtete pro Monat an

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Im Bereich Asyl hat sich die Situation im Landkreis im Vergleich zur Hochphase 2015 grundlegend geändert.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Beim Thema Asyl ist einigermaßen Ruhe eingekehrt. Ging es in der Hochphase 2015 darum, die Menschen irgendwie im Landkreis unterzubringen, stellt heute eher deren Integration die große Herausforderung dar. Lebten vor gut einem Jahr rund 1700 Geflüchtete zwischen Icking und der Jachenau, waren es Ende März 1355. Trotz der sinkenden Zahl seien immer noch neue Zuweisungen zu verzeichnen, berichtet Sabine Schmid, Pressesprecherin des Landratsamts. Im Januar kamen zehn Personen hier an, im Februar 13, im März 9. Zum Vergleich: Im Herbst 2015 mussten über 50 Geflüchtete pro Woche versorgt werden. „Derzeit gibt es nur Neuzuweisungen in die Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung von Oberbayern – soweit dort Kapazitäten frei sind oder werden“, sagt Schmid. Fünf dieser Gemeinschaftsunterkünfte (GU) stehen im Landkreis: jeweils zwei in Tölz und Wolfratshausen sowie eine in Geretsried.

Asylbewerber leben in fünf zentralen und 91 dezentralen Unterkünften

Darüber hinaus unterhält der Landkreis immer noch 91 dezentrale Liegenschaften – obwohl die Regierung von Oberbayern eher auf eine zentrale Unterbringung drängt. Der Haken daran: Im Landkreis seien derzeit keine weiteren GUs geplant beziehungsweise realisierbar, so Schmid. „Daher sollten die bestehenden dezentralen Wohnungen aus unserer Sicht weitestgehend erhalten bleiben, da anderenfalls für die darin untergebrachten Personen keine Plätze mehr zur Verfügung stehen“, so Schmid.

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Unter den 1355 Geflüchteten, die in den Unterkünften leben, sind 517, die bereits ein Bleiberecht genießen. Sie müssten eigentlich ausziehen – können aber nicht, weil sie keine Wohnung finden. Unter diesen Bleiberechtigten sind 13 Menschen, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland kamen. Insgesamt sind seit 2015 90 Menschen im Familiennachzug in den Landkreis gezogen.

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445 Kinder – der Großteil unter elf Jahre alt – sind unter den Geflüchteten. Die Menschen stammen aus 29 verschiedenen Nationen. Die meisten kommen aus Afghanistan und Nigeria, gefolgt von Sierra Leone, dem Irak, Pakistan und Syrien.

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Wie viele Asylanträge prozentual abgelehnt werden, könne man für den Landkreis nicht sagen, erklärt Schmid. „Aber natürlich werden ausreisepflichtige Personen, die ihrer Verpflichtung freiwillig nicht nachkommen, abgeschoben.“ Zumindest dann, wenn kein sogenannter Abschiebehinderungsgrund vorliege. Dazu gehören beispielsweise fehlende Ausweispapiere oder eine Erkrankung.

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