Festival im Kurhaus

In Bayern dahoam, in Tölz auf der Bühne

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Zum zweiten Mal findet das Bavarian Beats Festival im Tölzer Kurhaus statt. Am 7. und 8. April stehen zahlreiche Künstler auf der Bühne. Veranstalter Florian Rein will zeigen, wie vielschichtig und breitgefächert Musik aus Bayern und Österreich ist.

Bad Tölz – Florian Rein ist es auch heuer gelungen, Spitzen-Musiker aus der bayerischen Musikszene ins Tölzer Kurhaus zu holen. „Das war nicht ganz leicht, denn alle sind gut gebucht und haben einen entsprechenden Terminplan“, sagt der Tölzer Musikproduzent und Schlagzeuger der Bananafishbones.

Folgendes ist geplant. Am Freitag, 7. April, stehen Kofelgschroa, Gudrun Mittermeier und Otto Schellinger auf der Bühne. Am Samstag, 8. April, kann man zur Musik von Donnerbalkan, Folkshilfe, Monobo Son und Janaja tanzen.

Florian Rein hat sehr gute Kontakte in die Szene: Zum Beispiel zu Gudrun Mittermeier, für die der Tölzer produzierte und spielte. Mittermeier wird im Kurhaus erstmals ihr neues Album „Mitternach“ vorstellen, auf dem sie Bairisch singt. Ihrem Stil ist sie aber treu geblieben: Es handelt sich um mal düster-melancholische, mal federleicht schwebende Popmusik zwischen Coldplay, Kate Bush und Steven Wilson. Rein wird diesmal aber nicht am Schlagzeug sitzen. Mittermeier präsentiert ihre neuen Musiker, es handelt sich um Bandmitglieder von Philipp Poisel.

Die mitreißenden Musiker der Gruppe Kofelgschroa aus Oberammergaus sind in Tölz ebenfalls sehr gut bekannt. Otto Schellinger, der dritte Künstler am Freitagabend, dagegen nicht so. Schellinger war Bassist bei Claudia Koreck und startet jetzt eine Solokarriere. Rein ist sehr überzeugt von ihm: „Ich möchte ihn unbedingt in Tölz präsentieren.“

Bei diesen drei Auftritten am Freitag ist das Kurhaus bestuhlt, am Samstag dagegen nicht – denn dann geht die Musik in die Beine, und das Publikum soll seinen Gefühlen freien Lauf lassen können.

Eröffnet wird der Abend von „Janaja“, einer Newcomer-Band aus dem Bayerischen Wald. Nach einem Auftritt von „Dreiviertelblut“ dort drückten sie Florian Rein eine CD in die Hand – und Rein war angetan.

Ihnen folgt die Münchner Formation Donnerbalkan mit Balkan-Grooves, Reggae und Hip Hop. Die zehn charmanten Damen und Herren sorgen mit Tuba, Bläsern, Akkordeon und Drums für grandiosen Party-Sound. Das tut auch Monobo Son. Die Band um den LaBrassBanda-Posaunisten Manuel Winbeck hat mit ihrem bläserlastigen Partysound zwischen Reggae, Funk und Balkan-Beats in den vergangenen Jahren alle großen Festivals in Deutschland gerockt.

Hauptakt am Samstag ist aber die „Folkshilfe“ aus Österreich. Rein kennt sie von einem gemeinsamen Fishbones-Auftritt im Nachbarland, und „ihr Konzert hat mich völlig begeistert“, gibt der Tölzer unumwunden zu. Die „Folkshilfe“ ist in Österreich sehr bekannt, und jetzt machen sich die drei Musiker mit Steirischer Harmonika, Gitarre und Schlagzeug auf, im Stil von Hubert von Goisern ihren enegergiegeladenen tanzbaren Sound auch nach Deutschland zu bringen. „Ich bin mir absolut sicher, dass sie hier in Tölz super ankommen.“ Ein „Gastspiel“ von den Österreicherin ist für Rein beim „Bavarian Beats Festival“ legitim: „Ich möchte zeigen, wie vielschichtig und breitgefächert Musik aus Bayern und Österreich ist“, sagt er. „Der Dialekt zieht sich ja wie ein roter Faden durch das Festival.“

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