Bauinnung

Infoabend in Bad Tölz: So wird  kommunaler Wohnungsbau bezahlbar und nachhaltig

Um bezahlbaren Wohnraum geht es am Donnerstagabend bei einem Infotag im Tölzer Kurhaus.

Bad Tölz – Ein „Kommunales Wohnungsbaugespräch“ veranstalten die Bauinnung Bad Tölz und der Bayerische Ziegelindustrie-Verband (BZV) am Donnerstag, 14. Februar, um 17 Uhr im Tölzer Kurhaus. Unter dem Motto „Bezahlbarer Wohnungsbau – nachhaltig, wohngesund und kosteneffizient“ diskutieren Herbert Kozemko, Obermeister der Bauinnung Bad Tölz, BZV-Vorstand Johannes Edmüller, Bürgermeister Josef Janker und Vize-Landrat Thomas Holz mit Vertretern aus Kommunen, Politik und Wirtschaft über die Lage auf dem Wohnungsmarkt und in der Bauwirtschaft.

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Für BZV-Vorstand Edmüller ist der politische Einfluss auf das Bauen immens. Die Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus 2001 und der Eigenheimzulage 2006 hätten wesentlich zur aktuellen Krise auf dem Wohnungsmarkt beigetragen. „Darum sind wir froh, dass die Staats- und die Bundesregierung mittlerweile wieder erkannt haben, dass das gesellschaftliche Megathema Bauen nur mit Unterstützung der Politik gemeistert werden kann.“ Vor allem aus dem noch jungen bayerischen Bauministerium erhoffe man sich neue Impulse. „In Zeiten, in denen sich vor allem einheimische Familien auch in unserer Region die in die Höhe steigenden Grundstücks- und Mietpreise immer weniger leisten können, ist der kommunale Wohnungsbau eine der zentralen Aufgaben“, sagt der Vize-Landrat und Kochler Bürgermeister Thomas Holz. Für Bürgermeister Janker ist die Veranstaltung ein Baustein, das Thema bezahlbaren Wohnraum aktiv anzugehen.

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Wie kommunales Bauen konkret günstig und sozial- und umweltfreundlich gestaltet werden kann, zeigen drei Bauexperten auf. Peter Bachmann, Geschäftsführer der Sentinel Haus Institut GmbH, geht auf Rechtsaspekte und Praxiskonzepte für gesündere Gebäude ein. Hans Epp, Inhaber der Nürnberger & Epp Bau GmbH, erklärt am Beispiel eines im vergangenen Jahr gebauten Mehrfamilienhauses mit sechs Sozialwohnungen in Warngau, wie einfach Kommunen als Bauherren die vorgegebenen Standards durch die Verwendung von Mauerziegeln erreichen können. Und Markus Gildner, Verwaltungsrat der Solgården GmbH, stellt die moderne Wohnsiedlungsgemeinschaft Niederfeld vor, die er mit der Stadt Frankfurt und dem Deutschen Roten Kreuz verwirklicht hat. In 54 Smart Homes leben 120 bedürftige Menschen.

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, muss sich dafür anmelden. Dies ist möglich bei Peter Hülsen vom BZV unter Telefon 089/74 66 16 30 oder per E-Mail an p.huelsen@ziegel.com.  

Rubriklistenbild: © dpa

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