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Jetzt ist es offiziell: Ingo Mehner (41) bewirbt sich um die Nachfolge von Josef Janker als Rathauschef. 

Nominierung für 5. April geplant

Ingo Mehner will Tölzer Bürgermeister werden

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Bislang hatte sich Ingo Mehner in dieser Frage noch bedeckt gehalten. Jetzt aber hat der CSU-Ortsvorstand  den 41-jährigen Juristen einstimmig als Bürgermeister-Kandidat vorgeschlagen. Ein anderes Amt gibt Mehner im Gegenzug auf.

Bad Tölz– Es war schon lange ein offenes Geheimnis. Am Dienstag hat Ingo Mehner nun offiziell erklärt, dass er 2020 ins Rennen ums Tölzer Bürgermeisteramt gehen möchte. Der CSU-Ortsvorstand habe ihn am Montag einstimmig vorgeschlagen, teilt der 41-Jährige mit. Nominiert werden soll er in der Jahresversammlung der Tölzer CSU am Freitag, 5. April (19.30 Uhr, „Binderbräu“).

Sein Amt als CSU-Ortsvorsitzender, das er seit zehn Jahren bekleidet, wird Mehner abgeben, um „die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen“, sagt er. Als Nachfolger er stellt sich Karsten Bauer (51) zur Wahl, der dem Vorstand bereits als Schatzmeister angehört. Er rückte im September 2018 für Robert Paintinger in den Stadtrat nach.

Mehner ist promovierter Jurist und leitet die Immobilienabteilung einer Münchner Lebensversicherung. Der gebürtige Tölzer ist mit Richterin Stephanie Mehner verheiratet und hat zwei Kinder (8 und 5). Stadtrat ist er seit 2008. 2018 übernahm er den Vorsitz des Skiclubs.

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Er habe bewusst „noch kein fertiges Wahlprogramm“, sagt Mehner auf Nachfrage. Es gehe schließlich nicht darum, nur sein „persönliches Ideenfeuerwerk abzuzünden“. Vielmehr hoffe er, dass viele Bürger ihre Vorstellungen einbringen.

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Am Herzen liege ihm das Thema Wohnen. Er sei einer der ersten gewesen, die im Stadtrat ansprachen, dass es in Bad Tölz schwierig sei, eine Mietwohnung zu bekommen, „und Normalsterbliche kaum eine Chance auf Wohneigentum haben“. Heute sei es allgemein anerkannt, dass hier Handlungsbedarf bestehe. „Aber wir sind da eher am Anfang des Wegs“, so Mehner. Auch den Bereiche Straßenverkehr, Parkplätze, Fahrradverkehr, Arbeitsplätze und Mobilität im Alter räumt der designierte Bürgermeisterkandidat Priorität ein. Dabei wolle er nicht alles vom Kopf auf die Füße stellen. „Wir haben Glück, in so einer schönen Stadt zu leben und sollten den Charme von Tölz bewahren.“

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