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Das ehemalige Eon-Gästehaus möchten Peter Frech und Stephanie Hörmann in ein „Vier Sterne plus“-Hotel umwandeln. 

Bichler Hof in Bad Tölz

Initiatoren des Hotelprojekts: „Wir kommen von hier und wollen hier was machen“

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Beim Hotelprojekt Bichler Hof steht bei der Kritik in der Regel Investor Hubert Hörmann im Mittelpunkt. Eigentlich ist der Umbau des ehemaligen Eon-Gästehauses in ein „Vier Sterne plus“-Hotel aber das Herzensprojekt von Peter Frech und Stephanie Hörmann.

Bad Tölz –  Die Tölzer kennen Peter Frech und Stephanie Hörmann als Betreiber des Tölzer „Jailhouse“ und als Veranstalter von Publikumsmagneten wie US-Car- und Trucker-Treffen. Frech stört vieles an der Diskussion. Beispielsweise, dass es die Kritiker so darstellen, als würde sich das Hotel durch den Verkauf der zur Querfinanzierung geplanten Doppelhaushälften praktisch von alleine bezahlen. „Wenn es so wäre, würde ich sofort noch ein zweites Hotel bauen“, sagt Frech.

Tatsächlich aber müssten beträchtliche „private Eigenmittel in das Projekt investiert werden“ – beispielsweise für den Bau der Chalets, des Reitplatzes oder auch für die Errichtung eines weiteren Gebäudes, in dem der wohl auch extern zu nutzende Wellnessbereich und Praxen untergebracht werden sollen. Rund 25 000 Euro, so Frechs Schätzung, werde allein die Ausstattung jedes einzelnen Zimmers kosten – vom Bodenbelag über die Möbel und Badarmaturen bis hin zum Zierkissen und zur Blumenvase. Bei 40 Zimmern bedeutet das einen Betrag von rund einer Million Euro. Dazu kommen die Gestaltung und die technische Ausstattung des Rezeptionsbereichs, der Küche, der Gastronomie oder der Terrasse. Frechs Liste ist lang. „Und es war für uns nicht leicht, eine Finanzierung zu bekommen.“

Peter Frech

Auch, wenn über die Höhe des Erlöses aus dem Verkauf der Doppelhaushälften spekuliert wird, wäre es schon wichtig, so Frech, auch mal die Bau- und Erschließungskosten, den Kaufpreis für das Areal und andere Ausgaben gegenzurechnen. „Die Hälfte ist allein durch Steuern weg.“ Von der anderen Hälfte muss Hubert Hörmann große bauliche Veränderungen am ehemaligen Eon-Gästehaus stemmen: „Das ganze Gebäude muss beispielsweise unterkellert werden“, sagt Frech. Ohne die Querfinanzierung wäre das alles nicht möglich.

Dass ihm so viel Kritik entgegen schlägt, ärgert ihn. Das hat er auch der „Linken“ gesagt, die mit einem Infostand in der Marktstraße für das Bürgerbegehren zum Bichler Hof warben. Auf einem großen Transparent stand da: „Keine Macht den Spekulanten. Bichler Hof für Tölzer Bürger.“ Das ging Frech eindeutig zu weit: „Welche Spekulanten denn?“, fragt er. „Wir kommen von hier und wollen hier was machen.“ 25 Arbeitsplätze sollen im Hotel entstehen. Und schließlich schaffe man Betten, die die Stadt so dringend brauche.

Apropos Stadt – von der ist Frech auch enttäuscht. „Die Stadt wollte das Hotel, aber sie hat es verschlafen, das Projekt ins richtige Bild zu rücken.“ Die Öffentlichkeitsarbeit hätte besser sein können, findet er. Generell bekomme er aber auch viele positive Rückmeldungen zum Hotelprojekt. „Es sagen schon viele, dass sie es gut finden.“

Stephanie Hörmann ist es auch wichtig, mit dem Gerücht aufzuräumen, ihr Vater hätte den beliebten Wanderweg gesperrt, der am Bichler Hof vorbeiführt. „Der ist offen.“ Das gehe ja auch gar nicht anders, der Weg sei durch eine Dienstbarkeit gesichert, ergänzt Frech. „Jeder darf da oben spazieren gehen“, betont Stephanie Hörmann. Das neue Tor an anderer Stelle sichere die Weide. „Mein Papa hat sich Kühe gekauft“, erklärt sie. Die Hochlandrinder haben übrigens gerade Nachwuchs bekommen. Erst gestern kam ein weiteres Kälbchen zur Welt.

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