Klaus Kathan Stürmer der Tölzer Löwen

Tölzer Löwen

„Der richtige Zeitpunkt“

Erst war der Saisonausgang zu unbefriedigend, dann war er zu schön zum Aufhören, doch jetzt ist es soweit: Mit 41 Jahren beendet Klaus Kathan seine schillernde Eishockey-Karriere. Ein Gespräch mit dem Tölzer Löwen.

-Mit 41 Jahren beenden Sie Ihre aktive Eishockey-Karriere. Was waren die Gründe, nun diesen Schritt zu gehen?

Eigentlich habe ich schon vor einem Jahr gemeinsam mit meiner Familie beschlossen, dass dies nun die letzte Saison ist. Die DEL 2 ist einfach zu aufwendig. Das ist fast wie das Profigeschäft. Die Play-downs waren noch einmal besonders intensiv. Es ist mir zu viel geworden von der Zeit und vom Aufwand her. Jetzt sollen sich einmal die Jungen abkämpfen (lacht).

-Mit welchem Gefühl hören Sie auf?

Es waren einfach super Ziele, erst den Aufstieg und jetzt den Nicht-Abstieg zu schaffen. Das ist ein gutes Gefühl. Eine super Sache.

-Welche Erlebnisse aus Ihrer Karriere bleiben in Erinnerung?

Das sind natürlich die Erfolge: Der Meistertitel 2010 mit Hannover, das Halbfinale mit Düsseldorf gegen Köln. Oder meine Zeit in Berlin und die Spiele mit der Nationalmannschaft. Besonders gerne denke ich an die WM 2001 zurück. Auch die letzten fünf Jahre in Tölz waren top. Ich bin froh, dass ich nicht früher aufgehört habe, weil diese Zeit hat noch einmal richtig Spaß gemacht. Positiv ist für mich auch, dass ich von schwereren Verletzungen verschont geblieben bin. Jetzt bin ich gut drauf, es ist einfach der richtige Zeitpunkt aufzuhören.

-Ganz ohne Eishockey geht es ja für Sie nicht weiter…

Das stimmt. Ich bin glücklich, dass ich die Möglichkeit habe, im Nachwuchs des EC Bad Tölz als Trainer weiter zu machen. Alle nötigen Scheine habe ich gemacht.

-Jetzt ist auf einmal mehr Freizeit vorhanden. Wie werden Sie diese nutzen?

Ich bin ein großer Radsportfan. Mir schwebt da vor, mit dem Rennrad beispielsweise Alpenpässe zu fahren. Im Winter werde ich sicher wieder mehr Skifahren. Beruflich bin ich weiter an der Stadtklinik, da passt alles gut. Und natürlich wird es gerade für meine Familie jetzt einfacher: Die Dreifach-Belastung – Familie, Arbeit, Eishockey – zuletzt war ein Harakiri.

-Sie treten nicht einfach so von der Eishockeybühne ab. Im Sommer ist noch etwas geplant…

Am 18. August um 18 Uhr wird es ein Abschiedsspiel im Tölzer Eisstadion geben. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Ich freue mich riesig darauf. Es werden einige meiner Weggefährten mit dabei sein, das wird sicher ein schönes Event. Wir planen mit einer schlagkräftigen Mannschaft (lacht).

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