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Tölzer Nachtleben  

Irish-Pub-Feeling im ehemaligen Subraum

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Sebastian Sixt eröffnet im ehemaligen „Subraum“, einem Keller an der Mühlfeldkirche, eine Musikkneipe. Er legt Wert auf Gemütlichkeit und Live-Musik.

Bad Tölz – In den ehemaligen Subraum an der Mühlfeldkirche kehrt 2018 wieder Leben ein. Der Tölzer Sebastian Sixt eröffnet in dem Keller, der schon viele Partys gesehen hat, eine Musikkneipe. Für den Start peilt er den Februar an. Sixt kenne den Verpächter persönlich und habe die Räumlichkeiten angeboten bekommen, sagt er. Der Pachtvertrag sei unterschrieben.

Die Idee von einer Art Irish Pub hat der gelernte Koch, der aktuell ein Thaibox-Studio betreibt und in der Modebranche arbeitet, schon länger. Vor gut eineinhalb Jahren fragte er bei den Vermietern des ehemaligen Leonhardikellers an der Badstraße nach – und wurde abgewiesen. Nun aber soll es endlich was werden mit der „griabigen Boaz’n“, die Sixt vorschwebt. Der Verpächter habe den Keller gestrichen und neue Toiletten einbauen lassen. „Es sieht gut aus“, sagt der 30-Jährige.

Sebastian Sixt (30) eröffnet ein Pubim ehemaligen Subraum

„Shelter-Music-Pub“ will Sixt den Keller taufen. „Shelter“ bedeutet Unterschlupf. „Wie ein zweites Wohnzimmer soll es sich anfühlen, mit gedämpftem Licht im Stile eines Irish Pubs, aber mit mehreren Musikrichtungen“, sagt der Tölzer. Folk, Blues, Rock aber zu späterer Stunde auch mal tanzbaren Sound sollen die DJs auflegen. „Keinen Mainstream, nichts, was man im Radio hört.“ Vor allem aber möchte Sixt auf Live-Musik setzen und dafür eine hochwertige Anlage installieren. „Ich will eine regelmäßige Open Stage einführen, eine Plattform für Bands und Künstler schaffen.“ Auch „Poetry-Slam“-Veranstaltungen könne er sich vorstellen.

Zwei Gasträume gibt es in dem Keller an der Mühlfeldkirche. Von der Wendeltreppe gelangt man in den kleineren Bereich, wo aktuell nur eine Kühltheke und die Grundmauern der alten Bar vorhanden sind. 20 000 Euro will Sixt investieren – unter anderem für eine große neue Bar. An der sollen die Gäste – wie in früheren Subraum-Zeiten üblich – vor allem Flaschenbiere bekommen. „Aber es wird auch mehrere Gin-Sorten und eine Whisky-Auswahl geben.“ Kochen kann Sixt, der im Münchner Sternerestaurant Dallmayr gelernt hat, in der kleinen Bistro-Küche ohne Abzugshaube nicht wirklich. Allerdings will er Pizzen und ein paar weitere Snacks anbieten.

Unter dem Namen Subraum erlebte die Kneipe glorreiche Zeiten, brechend voll war sie in den Nullerjahren freitags oft. Der Nachfolgepächter, der die Kneipe unter gleichem Namen führte, konnte an den Erfolg nicht anknüpfen. Ab September 2014 ging sie als Rockkneipe namens „Mäx“ an den Start. Auch deren Betreiber hielt nicht lange durch – aber länger als die Chefs der Shisha-Bar, die 2016 nach wenigen Monaten wieder auszog.

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