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Jahresrückblick des Tölzer Bürgermeisters: „Stadt ist das, was Ihr daraus macht“

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„Das Positive herausheben“: Bürgermeister Ingo Mehner.
„Das Positive herausheben“ - das wünscht sich der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner. © cs

Die Jahresabschlusssitzung des Stadtrats nutzte der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner für ein Resümee. Er blickt aber auch nach vorn. Seine Losung: „Stadt ist das, was Ihr daraus macht.“

Bad Tölz – Klar: Die Corona-Pandemie und ihre Folgen mussten an den Anfang des Jahresrückblicks, den Bürgermeister Ingo Mehner traditionell in der Weihnachtssitzung hielt. Dass die Gereiztheit in der Gesellschaft steige, sei unübersehbar. Mehner rief aber dazu auf, von den Diskussionen um Impfen oder Nichtimpfen nicht sein Denken und Handeln dominieren zu lassen, sondern das Positive herauszuheben.

Mehner lobt „beeindruckendes Engagement der vielen Privaten“

Damit fing das Stadtoberhaupt auch gleich an und freute sich über die umfangreichen Hilfs- und Fördermaßnahmen von Bund und Land und ein „beeindruckendes Engagement der vielen Privaten“ in unserer Stadt. Die Wirtschaftsförderung habe ihm neulich eine Liste von Geschäften und gastronomischen Betrieben vorgelegt, die in den vergangenen Wochen eröffnet hätten. Er berichtete vom Hotelbau Wackersberger Höhe (von Johannes Tien), der begonnen habe. Man spüre den unternehmerischen Mut. Den Kulturschaffenden der Stadt sprach er ein Sonderlob aus. „Sie haben aus diesem Corona-Jahr ein Maximum herausgeholt“.

Auch das Rathaus selbst habe ein arbeitsreiches Jahr erfolgreich zu Ende gebracht. Mit einer langen Liste aller Maßnahmen und städtischen Veranstaltungen fasste Mehner seine Tölzer Erfolgsbilanz in Worte. Themen wie die „bespielbare Stadt“ seien angegangen worden. Der Bürgermeister nannte als Beispiele Dirt-Park, Graffiti-Wand, Öffnen der Parks und darunter vor allem das Taubenloch, das bestens angenommen werde.

Viele Bauprojekte - vom Kinder- bis zum Kneippgarten

Ihm sei es darum gegangen, positive Zeichen zu setzen und Bürger sowie Besucher zu ermutigen, bestehende Einrichtungen stärker anzunehmen. „Stadt ist das, was Ihr daraus macht“, lautet Mehners Losung auch für die Zukunft.

Auch zum Bereich Bauprojekte nahm Mehner Stellung. Ein Höhepunkt sei für ihn die Eröffnung des neuen viergruppigen Kindergartens an der Jahnschule gewesen. Er lobte die Zusammenarbeit mit dem Turnverein bei der Schaffung eines neuen Übungsraums. Der Entdeckerpfad Blomberg sei eröffnet worden. Für den Umbau des städtischen Hallenbads in der ehemaligen Kaserne habe man das Vergabeverfahren für Architekten- und Planungsaufträge gestartet.

Mit dem neu gestalteten Bürgergarten, dem Kneippgarten, der auch Skeptiker überzeugt habe, den neuen Sitz- und Liegeflächen in Parks und an der Isar sowie der Neugestaltung des Gries habe man die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert.

Mehner freut sich über Verbesserungen beim ÖPNV

Thema Verkehr: Wer hätte gedacht, sagte Mehner, dass die Verwirklichung der Nordspange nun einen solch großen Schritt nach vorne gemacht habe. Mehner freute sich über ein fahrradfreundlicheres Tölz und die anstehenden Verbesserungen beim ÖPNV. Mit der beschlossenen XPress-Buslinie von Tölz nach Geretsried im 20-Minuten-Takt und dem geplanten Ost-West-Alpenbus könne man in diesem Bereich wirklich punkten.

Der Nahwärme-Ausbau durch die Tölzer Stadtwerke war dem Bürgermeister ein großes Lob wert. Man investiere jedes Jahr immerhin einen siebenstelligen Betrag.

Neuer Wohnraum ist entstanden oder in Vorbereitung

Zum „Megathema Wohnen“ hatte Mehner positive Nachrichten zu vermelden. Am Hintersberg (38 Wohnungen), an der Königsdorfer Straße (9), der Familiennotunterkunft (5), am Kogelweg (10) und an der Arzbacher Straße (30 bis 40) sei Wohnraum entstanden oder in Vorbereitung.

Im Sektor Tourismus freute sich Mehner über das schon erwähnte Hotel an der Wackersberger Höhe, den Fortschritt bei den Hotel-Planungen für die Bockschützstraße und die Kurhaus-Sanierung.

Dank an alle ehrenamtlich Tätigen

Die von Zahlen und Fakten geprägte Rede des Bürgermeisters ergänzten anschließend Johanna Pfund (Grüne) und Ulrike Bomhard (FWG) namens aller Fraktionen mit einigen Worten.

Sie wollten auch mal allen freundlichen Frauen, die im Hintergrund des Rathauses ihren Dienst am Bürger tun, Danke sagen. Ihr „Gelt’s Gott“ galt auch den Ehrenamtlichen in den Heimen, die sich unermüdlich und gerade in Zeiten der Pandemie um die Senioren kümmerten. Sie dankten den „Tafel“- Organisatoren und betonten, wie wichtig all dieses Miteinander für die Stadtgemeinschaft sei. „Ohne das kommen wir nicht weiter.“ cs

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