+
Ob auf dem Brauneck heuer ein Johannifeuer entzündet wird, entscheidet sich kurzfristig. Die Veranstalter hoffen, dass es vorher nochmal regnet. Unser Bild zeigt das Feuer im vergangenen Jahr.

Johannifeuer: Vorsicht ist geboten

  • schließen

Zahlreiche Johannifeuer werden am Wochenende wieder entzündet. Das Landratsamt mahnt zur Vorsicht. Durch die anhaltende Hitze herrscht im Landkreis erhöhte Waldbrandgefahr.

Bad Tölz-Wolfratshausen - „Bei Johannifeiern muss unbedingt eine Entfernung von 100 Metern zum Wald eingehalten werden“, rät Toni Stowasser vom Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt. Außerdem müsste ein Abstand von 25 Metern zu leicht entzündbaren Stoffen und fünf Meter zu sonstigen brennbaren Stoffen eingehalten werden. „Das Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten, und beim Verlassen müssen Feuer und Glut erloschen sein.“ Bei starkem Wind ist das Feuer zu löschen.

„Der Waldbrand am Graseck sollte uns warnendes Beispiel sein“, erinnert Stowasser an den Katastropheneinsatz zu Jahresbeginn und verweist auf das Bayerische Waldgesetz, das vorschreibt, dass in einem Wald kein offenes Licht angezündet oder verwendet werden darf.

Johannifeuer müssen im Rahmen einer Veranstaltung bei den Kommunen angezeigt werden; abgesagt wurde bislang nur die Feier in Kochel.

Einige Veranstalter haben schon Sicherheitsvorkehrungen getroffen. „Wir werden einen Tank mit etwa 6000 Litern Wasser da haben, damit wir löschen können, falls es nötig sein sollte“, sagt Stefan Sappl vom Burschenverein Endlhausen. „Aber wir sind ziemlich mittig auf dem Feld und nicht direkt am Wald.“

Die Johannifeier der Egerländer Gmoi in Geretsried findet in jedem Fall statt, mit oder ohne Feuer. „Das haben wir noch nicht entschieden“, sagt Ingrid Hammerschmied. Ähnlich verhält es sich in Peretshofen und Irschenhausen. Der Veteranen- und Kriegerverein Ascholding feiert auf dem „Bian-Bühel“, etwa 300 bis 400 Meter unterhalb eines kleinen Walds. „Wenn Wind aufkommt, werden wir das Feuer nicht anzünden“, sagt Schriftführer Peter Ronge. „Vorsicht ist die Maxime.“ Sollte das der Fall ein, wird der Holzstoß zu Hackschnitzeln verarbeitet. Keine Gefahr sieht Johannes Schmid vom Burschenverein Münsing. „Wir sind mindestens 500 Meter vom nächsten Wald entfernt.“

Auch auf dem Brauneck in Lenggries soll am Samstag unterhalb der Bergstation ein Johannifeuer entzündet werden. „Wir sind auf einem Platteau oberhalb der Waldgrenze“, sagt Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck-und Wallbergbahnen GmbH. Sollte es wie vergangene Nacht ordentlich regnen, geht Lorenz davon aus, dass das Feuer entzündet werden kann. „Das werden wir am Donnerstag oder Freitag entscheiden.“

Kreisbrandrat Karl Murböck rät allen Veranstaltern, nicht zu trockene Materialen zu verwenden und die Holzstöße nicht zu groß zu machen. „Je größer das Feuer, desto stärker der Funkenflug“, sagt der Kreisbrandrat.

Am wenigsten Probleme dürfte die Feuerwehr Wegscheid (Gemeinde Lenggries) mit ihrem Johannifeuer haben: Gefeiert wird in einem Steinbruch bei Untermurbach.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
An Lenggrieser Kläranlage: Bahn plant neue Brücke
Die Eisenbahnüberführung nahe der Lenggrieser Kläranlage muss erneuert werden. Etwa neun Monate Bauzeit veranschlagt die DB Netz AG dafür im kommenden Jahr. Der Betrieb …
An Lenggrieser Kläranlage: Bahn plant neue Brücke
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Mittwochabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Mittwochabend

Kommentare