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Standortwechsel nach fast 300 Jahren: Das „Josefistift“ soll vom Tölzer Mühlfeld ins Badeteil hinter das Krankenhaus umziehen. Die Planungen laufen. 

Städtisches Großrojekt

Josefistift-Neubau: Erst einmal eine Studie

Eine Idee gewinnt an Kontur. Ein Stuttgarter Architekturbüro arbeitet an einer Planstudie für das Josefistift der Zukunft. Der Standort neben der Asklepios-Klinik soll zahlreiche Synergien bringen, zum Beispiel einen gemeinsamen Veranstaltungsraum.

Bad Tölz – Das Stuttgarter Architekturbüro GSP ist spezialisiert auf Pflegeeinrichtungen und hat vor einigen Jahren bereits den erdgeschossigen Erweiterungsbau des Rehazentrums Isarwinkel (altes Krankenhaus) geplant. Derzeit arbeitet das Büro an einer Studie für den geplanten Neubau des städtischen Pflegeheims Josefistift. Hintergrund sind die zu geringen Zimmergrößen des Heims, die nicht mehr den Vorgaben des Gesetzgebers entsprechen.

Seit Januar 2016 denkt man deshalb an eine Verlagerung des Josefistifts. Nach Prüfung verschiedener Flächen habe man sich, so Bürgermeister Josef Janker, für die Wiese hinter der Asklepios-Stadtklinik als Standort entschieden. Dort sollen statt derzeit rund 95 Betten nunmehr Platz für 120 Personen geschaffen werden. Dazu eine Kurzzeitpflegeeinrichtung mit acht Plätzen, wie Kämmerer Hermann Forster sagt. Um sich über die künftige Konzeption des Hauses klar zu werden, hat eine Tölzer Delegation mit Vertretern der Stadt und des Josefistifts eine Senioreneinrichtung in Untermeitingen bei Landsberg besucht, wo die Senioren in kleineren Wohngruppen leben. In Tölz werde man wohl aber beim bewährten Konzept der etwas größeren Wohnbereiche mit rund 30 Personen bleiben, berichtet Forster.

Derzeit drehen sich die Gedanken viel um die Kooperationsmöglichkeiten mit der benachbarten Asklepios-Stadtklinik. Die Nähe zum Krankenhausbetrieb mit seinen Fachabteilungen werde dem Josefistift viele Vorteile bringen, sagt Kliniksprecher Christopher Horn. Asklepios begrüße das Vorhaben ausdrücklich und stehe in engem Kontakt zum Rathaus.

Das hat weitere, ganz handfeste Gründe. Asklepios will seine Akutgeriatrie von Lenggries wieder nach Tölz verlagern, sagt der Bürgermeister. Das würde das Josefistift-Angebot ergänzen. Die Wäscherei und Energieversorgung des neu gebauten Seniorenheims könnten im Verbund mit der Stadtklinik gemanagt werden. Angedacht ist in dem Bau, der dank Hanglage zwei barrierefreie Ebenen ermöglicht, auch ein Veranstaltungsraum, den die Nachbarn aus dem Krankenhaus mitnutzen, ergänzt Forster. Es werde derzeit auch das Modell durchgespielt, dass der Asklepios-Konzern als Bauherr und Investor für das Josefistift der Zukunft auftritt. Forster: „Und die Josefispital-Stiftung mietet es dann.“ Hintergrund: Das Tölzer Josefistift geht auf eine Stiftung einiger wohlhabender Tölzer Bürger im 18. Jahrhundert zurück. Die Stiftung existiert bis heute, wird aber längst von der Stadt Bad Tölz verwaltet und verantwortet.

Und wie sieht der Zeithorizont für den Neubau aus? Es gebe schon noch viel zu überlegen und verhandeln, sagt Forster. „Wir werden aber wohl noch in dem Jahr über die Studie reden.“

Von Christoph Schnitzer

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