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Manche Zugvögel, die schon im Landkreis waren, sind wieder in wärmere Gegenden zurück geflogen. 

Wenig Tiere im Landkreis

Kalter März: Zugvögel stecken im Stau

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Eigentlich hatte man sich schon ein bisschen auf den Frühling eingestellt. Doch nach dem milden Intermezzo am Wochenende liegen die Temperaturen jetzt wieder um den Gefrierpunkt. Das macht nicht nur Vögeln und Blumen zu schaffen.

Bad Tölz-Wolfratshausen– In der vergangenen Woche war es richtig kalt. In den Morgenstunden zeigte das Thermometer in Bad Tölz minus zehn Grad an. Von Frühlingsgefühlen noch keine Spur? Doch – zumindest die Vögel sind bereits am Zwitschern. Allerdings nicht so sehr, wie sie es bei wärmeren Temperaturen tun würden, sagt Walter Wintersberger von der Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). „Wenn es zehn bis 15 Grad hätte, dann wäre das ein ganz anderes Konzert.“ Dass die Tiere dennoch singen, hänge mit dem Licht zusammen. „Aber im Moment ist das noch recht zurückhaltend.“ Hören könne man etwa Amseln, Drosseln und Rotkehlchen, die schon jetzt ihre Territorien abstecken und Weibchen anlocken möchten.

Die Kälte habe schon Auswirkungen, sagt der Vogel-Experte. „Normalerweise wären schon mehr Tiere da.“ Derzeit stecken diese im Bodenseeraum fest. Da es dort milder sei, man nennt dies Zugstau. „Für diese Gegend ist es ein Schauspiel, weil so viele Singvögel nun dort rasten und warten, bis sie ihren Zug fortsetzen können.“ Einige Vögel, die bereits im Landkreis sind, fliegen noch einmal in wärmere Gegenden zurück – zumindest, wenn die Kälte länger andauert.

Wer füttert, hilft gerade jetzt

Aber Bachstelzen und Hausrotschwanz sind schon hier angekommen. „Die Bachstelzen sind oft an der Isar zu sehen. Dort ist es schnee- und frostfrei und sie finden Nahrung.“ Allerdings wäre es für die Vögel schon von Vorteil, wenn es bald wieder wärmer werde. Wer den Tieren helfen will, kann sie derzeit füttern, „das wäre förderlich“, sagt Wintersberger. Denn Insekten sind bei Frost kaum unterwegs.

Waren bei den zwischenzeitlich wärmeren Temperaturen schon Zitronenfalter und Hummeln zu entdecken, haben diese sich nun wieder zurückgezogen. „Die halten das aus. Die Natur weiß, wie sie auch mit solchen Kälteeinbrüchen umgeht.“

Das weiß man auch beim Betriebshof in Bad Tölz. „In der vergangenen Woche hat unser Winterdienst wieder aufmerksam die Lage beobachtet und entsprechend reagiert“, sagt Leiter Florian Schallhammer. Dieser Winter sei besonders heftig gewesen. „Er ist früh losgegangen und zieht sich jetzt bis Ende März.“ Dennoch habe es keine Probleme mit den Salzvorräten gegeben.

Sind die Pflanzen auf Verkehrsinseln robust genug?

Sorgenfalten sind in einem anderen Bereich eher angesagt: Die Bepflanzung der Tölzer Verkehrsinseln und anderer Plätze wurde bereits erledigt. „Wir haben nicht unbedingt gedacht, dass es noch einmal so kalt wird“, sagt Schallhammer. „Ich denke aber, die Pflanzen sind so robust, dass sie den Frost aushalten.“

Nicht ganz glücklich über den erneuten Wintereinbruch sind auch die Fußballer im Landkreis – zumindest die, die keinen Kunstrasenplatz zur Verfügung haben, wie beispielsweise der FC Kochelsee Schlehdorf. „Wir können nicht das machen, was wir eigentlich machen möchten“, sagt Vorsitzender Gerd Weidehaas. Zuletzt waren die Kicker im Trainingslager, „das war super“. Aber auf dem heimischen Platz sei nur eingeschränktes Training möglich. Ein Testspiel fand auf dem Kunstrasenplatz in Bad Tölz gegen den SV statt. Danach „mussten wir etwas kürzer treten“, sagt Weidehaas. Auf dem Programm stand vergangene Woche Laufen mit und ohne Ball. Das Auftaktspiel am vergangenen Samstag für den FCKS fand auswärts beim MTV Berg statt. Dort gibt es einen Kunstrasen-Platz. Und bis am Karsamstag das erste Heimspiel gegen Uffing ansteht, hofft er, dass der letzte Schnee auf dem Platz getaut ist.

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