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Da geht es hin: Im Dezember steht die Tour durch Kambodscha an. Die Spenden, die Sebastian Bolligs „erfährt“, gehen an den Verein „Kleine Hilfsaktion“. 

Kampf gegen Augenkrankheiten

Mit dem Roller durch Kambodscha

Bad Tölz/Phnom Penh – Der Tölzer Sebastian Bolligs beteiligt sich am „Fundriding“ und durchquert Kambodscha mit dem Motorroller. Er sucht Sponsoren für seine Tour für den guten Zweck.

Auf kreative Art und Weise kranken Menschen helfen – dafür nimmt Sebastian Bolligs aus Bad Tölz einen ganz besonderen Weg auf sich: Mit elf Gleichgesinnten will der 31-Jährige quer durch Kambodscha fahren – und zwar auf dem Motorroller. Jetzt sucht der Tölzer Sponsoren für den guten Zweck.

Dafür hat der 31-Jährige auch noch etwas Zeit, denn gestartet wird erst in den ersten beiden Dezemberwochen. Die über 1200 Kilometer lange Tour beginnt an der nördlichen Grenze des Landes und verläuft dann u-förmig durch das gesamte südostasiatische Königreich. Der Erlös des sogenannten „Fundriding“ wird aus Spenden generiert, die sich an der Gesamtlänge der Fahrt orientieren. „Die Teilnehmer müssen von Sponsoren mindestens einen Euro pro gefahrenen Kilometer erhalten“, erklärt Bolligs.

Der Tölzer hofft nun, dass ihn regionale Betriebe bei dem Projekt unterstützen. „Wenn der Mindestbetrag erreicht ist, können Privatpersonen natürlich auch kleinere Beträge pro Kilometer spenden. Insgesamt gilt: Je höher der Gesamtbetrag ist, umso besser.“

Das auf diese Weise gesammelte Geld kommt der Aktion Augenlicht des Vereins „Kleine Hilfsaktion“ zugute. Diese hat sich den Kampf gegen Sehstörungen und -krankheiten auf die Fahnen geschrieben. Der Verein bietet der kambodschanischen Bevölkerung kostenlose Sehtests, Brillen und sogar Operationen gegen Grauen Star an.

„Aufgrund der schlechten Luft und der hohen UV-Belastung leiden viele Kambodschaner unter Augenkrankheiten“, erklärt Bolligs. Auf den Verlust der Sehfähigkeit folge dann oft Arbeitsunfähigkeit und der unvermeidliche Weg in die Armut.

Doch nicht nur der Aktion Augenlicht soll mit der Fahrt geholfen werden: Grundvoraussetzung für die Teilnahme am „Fundriding“ ist es, einen Rollstuhl mit nach Kambodscha zu bringen: „Dieser wird dann an ein Krankenhaus, das auf unserer Route liegt, gespendet.“

Von der Aktion erfahren hatte der Projekt- und Marketingmanager durch einen Fernsehbeitrag, der über das erste „Fundriding“ im vergangenen Jahr berichtete. Schnell war das Interesse des Tölzers an dem für ihn noch unbekannten Land und der außergewöhnlichen Spendentour geweckt.

Als fremdfinanzierten Erlebnisurlaub will Bolligs die Tour dabei nicht verstehen: „Natürlich ist das schon ein Abenteuer“, der karitative Charakter der Reise stehe jedoch klar im Vordergrund. So geht auch der Reinerlös der Spenden an die Bedürftigen, „Hin- und Rückflug, Unterbringung und Versorgung, die ganze Organisation zahlen wir selbst.“

Unterstützung

Potenzielle Sponsoren können sich über die Mail-Adresse fundriding.kambodscha@gmail.com an Bolligs wenden.

Markus Henseler

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