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Um die Population der wilden Katzen zu minimieren, fangen die „Isarwinkler Tierfreunde“ in der Zeit von Oktober bis März die Streuner im Landkreis ein und lassen sie kastrieren.

„Projekt Kitty“

Streuner-Katzen werden gefangen und kastriert

Bad Tölz-Wolfratshausen – Noch bis März fangen die Isarwinkler Tierfreunde wieder streunende Katzen, um sie zu kastrieren. 

Katzen bringen zwei- bis dreimal pro Jahr jeweils bis zu sieben Junge zur Welt. Daher wächst auch die Anzahl der verwilderten und streunenden Katzen enorm. Das Problem dabei: Sie leiden oftmals an Milben, Würmern und Katzenseuche.

Um die Population der wilden Katzen zu minimieren, fangen die „Isarwinkler Tierfreunde“ in der Zeit von Oktober bis März die Streuner im Landkreis ein. Die Katzen werden kastriert, tierärztlich versorgt und anschließend wieder freigelassen. Laut Walter Karlhuber, Vorsitzender der Isarwinkler Tierfreunde, gibt es eine extra angefertigte Falle, mit der die Katzen gefangen werden, ohne sie dabei zu verletzen. Für den Transport müssen sie in einen Transportbehälter umgesetzt werden. „Normale Transportboxen wären dazu nicht geeignet, weil sich die wilden Katzen nicht ohne Gegenwehr von Menschen anfassen lassen“, sagt Karlhuber.

Deshalb entwarfen die Tierschützer einen leichten, robusten und stapelbaren Gitterkorb mit Deckel. Der Korb ermöglicht es dem Tierarzt, die Betäubungsspritze problemlos anzusetzen und das Tier nach der Operation durch eine Plexiglasscheibe zu beobachten. Die gefangenen Katzen werden neben der Kastration gechipt und im Ohr tätowiert. „Alles wird genau dokumentiert“, so Karlhuber. Die Daten bekommen die Bürgermeister und werden auf der Internetseite www.isarwinkler-tierfreunde.de veröffentlicht. Die Kosten für die Kastrationen werden vom bundesweit agierenden Verein „Aktion Tier“ im Rahmen des „Projekts Kitty“ übernommen. Alle übrigen Kosten, wie der Transport zur Tierärztin nach München und zurück, übernehmen die Gemeinden. (la)

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