Mehr als 70 weitere Stellplätze sollen am Kaufland im Zuge der Sanierung dazukommen. Diese werden auf der Wiese links entstehen.
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Mehr als 70 weitere Stellplätze sollen am „Kaufland“ im Zuge der Sanierung dazukommen. Diese werden auf der Wiese links entstehen.

Tölzer Bauausschuss berät Pläne

Kein Parkdeck fürs „Kaufland“, sondern 70 neue Stellplätze auf der Wiese

  • Melina Staar
    VonMelina Staar
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Das „Kaufland“ an der Lenggrieser Straße soll modernisiert werden. Im Frühjahr wurden diese Pläne im Tölzer Bauausschuss diskutiert, nachdem sich ein zuerst geplanter Abbruch und Neubau als nicht umsetzbar erwiesen hatte.

Bad Tölz - Im Ausschuss am Dienstag befassten sich die Stadträte mit den Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange, die zur Aufstellung des Bebauungsplans eingegangen waren.

Einer der behandelten Punkte betrifft die Parkplatzsituation. „An manchen Tagen ist die Karwendelstraße zugeparkt“, sagte Bauamtsleiter Christian Fürstberger. Deshalb werden wie berichtet 71 neue Stellplätze im Anschluss an den bestehenden Parkplatz geschaffen. Dazu äußerte sich die höhere Landesplanungsbehörde, die angab, die Überplanung „sorgfältig abzuwägen und eine möglichst flächeneffiziente Planung umzusetzen“. Beispielsweise solle geprüft werden, inwiefern nicht ein Parkdeck denkbar wäre, um weniger Flächen zu versiegeln. Fürstberger sah dies skeptisch: „Dann wäre wirklich alles versiegelt.“ Denn die neue Parkfläche soll mit Grünflächen angelegt werden, so dass eine Versickerung möglich ist. Klar wäre ein Parkdeck grundsätzlich denkbar, aber das müsste der Bauherr vornehmen und es würde alles verzögern. Der ursprünglich angedachte Plan, unterirdische Parkplätze anzulegen, war aufgrund des Grundwassers auf dem Gelände nicht realisierbar. Sinnvoller, als alles zu versiegeln, sei das jetzige Vorhaben, die gesamte Fläche zu überarbeiten.

WWA erinnert an chemische Reinigungsfirma

Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) gab zu bedenken, dass es auf dem Gelände des künftigen Parkplatzes früher eine chemische Reinigungsfirma gab. Das Landratsamt habe erklärt, dass es auf dem Gelände keine Altlasten oder schädlichen Bodenveränderungen gebe. „Aber wir werden das im Auge behalten“, so Fürstberger. Das ebenfalls vom WWA geforderte Konzept für die Beseitigung des Niederschlagswassers liege mittlerweile vor. Die Räte stimmten der Prüfung der Stellungnahmen zu.

Auf Johannes Gundermanns (Grüne) Frage, ob die Stadt nicht in Sachen Elektromarkt im Kaufland tätig werden könne – wie berichtet muss er im Zuge des Umbaus weichen – sagte Bürgermeister Ingo Mehner (CSU): „Das ist ein privates Gebäude, das ein Privatunternehmen an einen Privaten vermietet hat. Da haben wir keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.“

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