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Kinderarbeit in Indien. Die Hälfte aller deutschen Grabsteine stammt von dort.

Antrag der CSU-Fraktion 

Keine Grabsteine aus Kinderarbeit

Mit einem ungewöhnlichen Antrag hat sich der Tölzer Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 27. Juni, um 16 Uhr im Feuerwehrhaus zu befassen. Die CSU-Fraktion möchte nämlich die Tölzer Friedhofssatzung dahingehend geändert haben, dass indische Grabsteine verboten werden.

Bad Tölz – Der Hintergrund: Sie stammen meist aus Steinbrüchen, wo Kinder unmenschlichen Bedingungen als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, erläutert Dritter Bürgermeister Christof Botzenhart, den den Antrag zusammen mit Josef Steigenberger, Ingo Mehner und René Mühlberger eingebracht hat. Es geht nicht um eine vernachlässigbare Größe. Botzenhart zitiert Schätzungen, wonach inzwischen die Hälfte aller deutschen Grabsteine aus Indien stammen.

Der Bayerische Landtag hat deshalb bereits im vergangenen Sommer das Bestattungsgesetz um einen Artikel ergänzt, der Grabsteine, die mutmaßlich aus Staaten mit Kinderarbeit kommen, untersagt.

Wie die Tölzer CSU-Fraktion weiß, haben bereits zahlreiche bayerische Kommunen ihre Friedhofssatzungen abgeändert. Genannt werden Augsburg, Erlangen, Kitzingen und Zwiesel. Die CSU bittet um Aufklärung, in welcher Form eine entsprechende Regelung in der ohnehin derzeit in Bearbeitung befindlichen städtischen Friedhofssatzung Berücksichtigung findet.

chs

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