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Kindergartenplätze sind rar. In einigen Gemeinden sind die Einrichtungen voll, Kinder stehen auf der Warteliste. 

Im Tölzer Land wird‘s eng

Kindergarten-Einschreibung: Die Plätze reichen nicht aus

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Kindergartenplätze im Südlandkreis sind rar. In Bad Tölz wird daher sogar über die Einrichtung einer weiteren Gruppe nachgedacht.

Bad Tölz – „Mit den bestehenden Gruppen schaffen wir es nicht, die angemeldeten Kinder in den Kindergärten unterzubringen“, sagt Silke Furmanek. stellvertretende Kämmerin der Stadt Bad Tölz. Sie verwaltet die Betreuungsplätze. Nachdem die Anmeldungen in allen Einrichtungen vorbei sind, stehen immer noch viele Dreijährige auf den Wartelisten.

„In den vergangenen Jahren haben wir es immer geschafft, alle Kinder unterzubringen“, sagt auch Kaspar Demmel. Er ist beim Pfarrverband Bad Tölz zuständig für die drei Kindertagesstätten Heilige Familie, am Schloßplatz und in Oberfischbach. „Aber unsere Kindergärten sind voll, wir können niemanden mehr aufnehmen.“

Die gleiche Auskunft gibt Maria Girmann vom evangelischen Kindergarten. Es sei wie in den Jahren zuvor: „Mehr Anmeldungen als Plätze.“ Ab September werden wieder bis zu 24 Kinder in die Regelgruppen gehen, 17 Kinder in die Inklusionsgruppe. 15 Plätze in der Waldgruppe, die erst vor acht Monaten eingerichtet wurde, waren ebenfalls sofort belegt, sagt Girmann. Anfang April standen sieben Kinder auf der Warteliste, „aber es kommen wöchentlich neue Anfragen“.

Eine lange Warteliste hat auch der Lebenshilfe-Kindergarten. Hier sind jeweils 20 Kinder in fünf Gruppen untergebracht. „Die Anmeldezahlen sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas gestiegen“, sagt Leiterin Gabi Hofmann.

Auch im Umland von Bad Tölz wird es eng

Auch in den umliegenden Orten sind die Kindergartenplätze sehr gefragt. Ausgebucht ist die Kita Sachsenkam (siehe Seite 5). Ab September werden hier je 25 Kinder zwei Gruppen besuchen, sagt Leiterin Kathrin Marcher. In Benediktbeuern und Bichl dürften nach derzeitigem Stand die Plätze ausreichen, sagt Florian Hlawatsch von der Verwaltungsgemeinschaft. 80 Kinder in vier Gruppen – drei Kindergarten- und eine Krippengruppe – besuchen den Gemeindekindergarten Benediktbeuern, über 90 Kinder in fünf Gruppen (drei Kindergarten, zwei Krippe) sind es in Bichl. „Ein leichter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren ist zu bemerken“, sagt Hlawatsch.

Ausschließlich Kinder aus Bad Heilbrunn werden wohl im September die Kita St. Kilian besuchen, sagt Einrichtungsleiterin Dietlind von Plettenberg. 45 Familien haben ihr Kind am Einschreibungstag für Kindergarten und Krippe angemeldet. Diese werden in sechs Gruppen betreut, damit sei die Kita bis auf den letzten Platz ausgelastet. Aber vor allem bei den Krippenplätzen wird es eng.

Nicht genügend Plätze für alle Anmeldungen gibt es auch in Kochel. „In den Regelgruppen reichen die Plätze nicht aus“, sagt Leiterin Annegret Rommelfanger. „Es sind mehr Anmeldungen als in den vergangenen Jahren.“ Sollte ein Kind keinen Platz in unserer Einrichtung bekommen, versuche man, es an eine benachbarte Einrichtung zu vermitteln oder an eine Kita im Gemeindeumfeld.

Voll belegt sind die Plätze bei den Lenggrieser „Asklepios Zwergerl“. 25 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren können im Betriebskindergarten unterkommen. Drei davon sind Mitarbeiterkinder, der Rest kommt aus der Gemeinde, sagt Asklepios-Sprecher Christopher Horn. Er betont: „Die Schließung der Fachklinik hat vorerst keine Auswirkungen.“ Denn sowohl die Asklepios-Gruppe als auch der neue Eigentümer der Immobilie legen Wert darauf, „dass der Betrieb des Kindergartens für die nächste Zeit gesichert ist“.

Etwas entspannter ist die Lage in Arzbach. 48 Kinder besuchen ab September voraussichtlich den Kindergarten „Isarbiber“, vorwiegend sind sie aus der Gemeinde. „Alle konnten berücksichtigt werden“, sagt Leiterin Brunhilde Singhammer. Positives auch aus Reichersbeuern. „Wir können alle angemeldeten Kinder in Krippe und Kindergarten aufnehmen“, sagt Martina Bernwieser. Die Anmeldezahlen hätten sich nicht groß geändert. Dies ist in Schlehdorf ebenso der Fall, wo derzeit acht Kinder neu in den Kindergarten kommen. „Durch Zuzug kann sich diese Zahl natürlich noch erhöhen“, sagt Leiterin Edda Poschenrieder.

In der Jachenau werden 40 Kinder betreut

In der Jachenau kommen alle Kinder unter. „Ab September betreuen wir 40 Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren in unserem Haus“, sagt Leiterin Marlies Danner. Das geht von der Krippe bis zur Schulkindbetreuung. „Nach derzeitigem Stand haben wir dann noch drei freie Plätze.“

Es gebe mehrere Gründe für die große Anzahl an Tölzer Kindern in diesem Jahr, sagt Furmanek. Zum einen seien weniger Kinder eingeschult worden, obwohl sie bereits sechs Jahre alt sind. Viele Eltern würden ihre Kleinen zudem bereits anmelden, bevor sie drei Jahre alt sind. „Einige Kindergärten nehmen jüngere Kinder auch auf“, bestätigt Girmann. Ein weiterer Punkt: Integrationsgruppen dürfen weniger Kinder aufnehmen als Regelgruppen.

Auch durch Flüchtlingskinder und Zuzüge gebe es im Laufe des Jahres immer wieder Nachmeldungen, sagt Girmann. Am Gerücht, dass für Flüchtlingskinder Plätze freigehalten werden müssen, ist laut Furmanek nichts dran: „Sie werden genauso behandelt, wie jedes andere Kind.“

Wie die Zukunft wird? „Ich rechne damit, dass in den nächsten Jahren Kinder immer früher in die Kindergärten drängen“, sagt Girmann. „Durch die Krippenbetreuung sind die Eltern es schon gewöhnt, dass ihr Kind fremdbetreut wird, sie sind wieder berufstätig.“ Für viele sei es auch ein Kostenfaktor. „Krippengebühren sind vergleichsweise wesentlich höher.“

„Es ist gut möglich, dass wir in Zukunft die Gruppenstärke erhöhen müssen“, sagt Edda Poschenrieder vom Schlehdorfer Kindergarten. Momentan werden 30 Kinder in zwei Gruppen betreut. „Die Zahlen werden nicht sinken“, glaubt auch Hlawatsch von der VG Bichl/Benediktbeuern.

In Tölz arbeitet Silke Furmanek an der Einrichtung einer weiteren Gruppe. Noch ist es nicht spruchreif, „aber da die Plätze nicht reichen, müssen wir etwas veranlassen“. Denn im September müssen für alle dann Dreijährigen genügend Betreuungskapazitäten vorhanden sein.

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