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Beim „StadtLesen“ kann es sich jeder gemütlich machen. Unser Bild entstand 2016 auf dem Münchner Odeonsplatz.

Projekt Stadtlesen

„Kleiner Kurzurlaub“ mit guter Lektüre

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Lesen im „schönsten Wohnzimmer der Stadt“: Das kann man vom 13. bis 16. Juli in Tölz. Beim Projekt „StadtLesen“ kommen 3000 Bücher in die Marktstraße, Sitzgelegenheiten inklusive. Und die Stadt plant ein buntes Programm.

Bad Tölz – Seit acht Jahren organisiert die „Innovationswerkstatt“ aus Österreich das Projekt „StadtLesen“ in verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Die Schirmherrschaft hat die Unesco. Jetzt wurde das Projekt nach Bad Tölz geholt, denn bei einer Internet-Abstimmung im vergangenen Sommer engagierten sich die Bürger aus Tölz und Umgebung reichlich für ihre Stadt.

Im Rahmen der Sommer-Tour 2017 kommt nun also „StadtLesen“ vom 13. bis 16 Juli in die Kurstadt. Die verantwortlichen Österreicher transportieren rund 3000 Bücher nach Bad Tölz, die in sogenannten Büchertürmen in der Marktstraße aufgestellt werden. Das Angebot ist groß: vom Kinderbuch bis zum Krimi, vom historischen Roman bis zum Gedichtband. Jede Generation kann etwas finden, das den Geschmack trifft. Zusätzlich werden 100 Sitzgelegenheiten aufgestellt – Sitze, Sessel, Hängematten und Klappstühle sind dabei. Auch hier soll jeder, egal ob Jung oder Alt, ein gemütliches Plätzchen zum Verweilen finden. Und das alles natürlich kostenlos.

„Ich finde, das Thema Lesen kann man nicht genug stärken“, sagt Susanne Frey-Allgaier, stellvertretende Tölzer Kurdirektorin. Sie hat die Veranstaltung in Salzburg kennengelernt und war begeistert: „Im öffentlichen Rahmen ist so etwas wirklich toll.“ Vor allem das Team um Stadtbibliotheks-Leiterin Melanie Sappl und die Nutzer der Tölzer Bücherei (gut 2500 Menschen) haben einen Großteil dazu beigetragen, dass „StadtLesen“ in die Kurstadt kommen kann. Manchmal, sagt Sappl, sei es schwierig, im Alltag Zeit für ein Buch zu finden. Aber im Urlaub gehöre es immer dazu. „Wir möchten den Besuchern quasi einen kleinen Kurzurlaub in der Marktstraße bieten“, sagt Melanie Sappl lächelnd.

Tölz befindet sich heuer in Gesellschaft von München, Köln, Berlin, Wien, Bregenz und Bozen – für Marketing ist die Veranstaltung also auch noch gut. „Die Organisatoren sind schon gespannt. Sie gehen davon aus, dass so ein Projekt in einer Kleinstadt viel intensiver angenommen wird“, sagt Frey-Allgaier.

Und damit das gelingt, trägt die Tourist-Info organisatorisch einiges dazu bei. An allen Tagen kann von 9 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit gelesen werden. Weil bei jeder Veranstaltung ein Schriftsteller Pate steht, kommt am Donnerstag, 13. Juli, die regional bekannte Autorin Nicola Förg nach Tölz, um ab 19 Uhr aus ihrem Alpenkrimi „Scharfe Hunde“ zu lesen (bei Regen im Marionettentheater).

Am Freitag findet der sogenannte „Integrationslesetag“ statt. Alle Schulen und Kindergärten sind eingeladen, in die Marktstraße zu kommen. Dort können sie – und natürlich alle Erwachsenen – auch fremdsprachige Bücher kennenlernen, etwa Werke auf Englisch, Französisch oder Arabisch. Zudem ist ein langer Einkaufsabend bis 20 Uhr geplant. Um die Besucher zu unterhalten, werden Straßenkünstler auftreten. Die Buchhandlung Urban lädt zu einer Lesung mit dem Titel „Dolce Italia in Bayern“ ein (19 Uhr),

Auch am Samstag kann man nach Herzenslust in den über 3000 Büchern schmökern. Abends trifft sich um 19 Uhr der Literaturkreis der Stadtbibliothek am Winzerer-Denkmal – Zuhörer sind willkommen. Und lesebegeisterte Schüler dürfen bis 23 Uhr in der Buchhandlung Winzerer aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.

Am letzten Tag, am Sonntag, gibt es etwas ganz Besonderes für die Kleinen: Denn Grüffelo, der Drache Kokosnuss und der Rabe Socke erwachen zum Leben und kommen persönlich beim „StadtLesen“ vorbei. Zudem gibt es verschiedene Kinder-Unterhaltungsprogramme.

Mehr Infos

zum Projekt gib es im Internet auf www.stadtlesen.com

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