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Die zehn Schauspieler proben seit mehreren Monaten. Eine tragende Rolle spielt Verena Peck (Mi., ohne Maske), die in einer Art Talkshow die Persönlichkeiten zum Gespräch bittet.

Neues Stück feiert Premiere

Komische Gesellschaft bricht zum "großen Marsch" auf

Bad Tölz – Mit der Aufführung des Stücks „Der große Marsch“ führt die Komische Gesellschaft (KG) die Zuschauer in die Welt des absurden Theaters.

Das Stück stammt von dem deutschen Dramatiker Wolfram Lotz und wurde 2011 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet. Die Premiere findet am Freitag, 14. Oktober, um 20 Uhr in der Alten Madlschule in Tölz statt.

"Der große Marsch" ist eine Parodie auf die zeitgenössische Bühnenkunst und wird von einem Prolog der kessen „Schauspielerin“ eröffnet. Die aufmüpfige Art lässt schnell das wesentliche Thema durchscheinen. Es geht um Widerstand. Widerstand gegen alles Etablierte – sogar die Hinnahme des Todes wird in Frage gestellt.

So zieht sich das Thema facettenreich durch das gesamte Stück, in dem die „Schauspielerin“ eine Auswahl von Persönlichkeiten nacheinander zum Gespräch bittet. Auf provozierende Weise befragt sie ihre Gäste, so dass der Zuschauer glauben könnte, Teil einer großen Talkshow zu sein. Dazu gehören unter anderem Josef Ackermann, Hamlet und Prometheus.

Seit rund einem Jahr arbeiten Regisseurin Ulla Haehn, die Vorsitzende der KG Verena Peck sowie neun weitere Schauspieler an der Realisierung des „großen Marsches“. Auf der Bühne stehen Stefan Gritzbach, Doris Heinisch, Michael Heinisch, Stephan Konrad, Majid Mehyo, Sabrina Münzer, Manuel Papapicco, Verena Peck, Christian Stadelbacher und Jeannette Stahlberg. „Es war eine richtige Herausforderung“, sagt Haehn. Denn die Bedeutung des Stücks kann nicht auf den ersten Blick verstanden werden. „Vielmehr ist es ein Verstehensprozess gewesen, der uns während der Probe begleitet hat.“ Auch das Bühnenbild scheint sich dem Etablierten zu widersetzen. Treppen, die sich ineinander verwirren, sorgen bei den Zuschauern für den nötigen Perspektivwechsel. „Lassen Sie sich verunsichern“, ermuntert Haehn Kulturliebhaber zum Besuch. Es dient der Kreativität sowie der geistigen Beweglichkeit.“

Infos zur Veranstaltung: „Der große Marsch“ feiert am Freitag, 14. Oktober, in der Alten Madlschule Premiere. Weitere Vorstellungen sind am 15., 21., 22., 28. und 29. Oktober. Der Eintritt kostet 12 Euro (Abendkasse) und 13 Euro im Vorverkauf (Buchhandlung Winzerer). Beginn ist immer um 20 Uhr.

Tatjana Kintscher

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