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SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Ernst bei der Diskussions-Veranstaltung mit Anhängern der örtlichen „Fridays for Future“-Bewegung. 

Kommunalwahl 2020

Klimaschutz: SPD Bad Tölz  setzt auf kleine Schritte vor Ort

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Zu einer Diskussion zum Thema ÖPNV und Klima hatte der SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Ernst auch Vertreter der Bewegung „Fridays for Future“ eingeladen. Dabei kritisierten sie vor allem die Tölzer Stadtbusse. 

Bad Tölz – Diese Kritik fiel deutlich aus: Weder SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Ernst noch die zahlreichen Besucher ließen jetzt bei einer Diskussions-Veranstaltung im „Groovy Sue“ ein gutes Haar am den Tölzer Stadtbussen:

„Sie fahren fast leer, weil zu groß, man braucht zu lange, um von A nach B zu kommen und CO2-Dreckschleudern sind sie außerdem“, so der Tenor.

In seiner Veranstaltungsreihe „Ernst fragt nach“ hatte der Bürgermeister-Kandidat die Themen ÖPNV und Klima in den Mittelpunkt gestellt. Dazu hatte er auch örtliche Vertreter der Bewegungen „Fridays for Future“ und „Parents for Future“ eingeladen. In Sachen Stadtbus könnte sich Ernst wesentlich kleinere, eventuell autonom fahrende Kleinbusse vorstellen: „Es gibt genügend Beispiele, wo ein Konzept mit Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb funktioniert.“ Der Idee einer kostenfreien Nutzung des Stadtbusses erteilte Ernst eine Absage. „Allerdings sollten die Tarife sozialverträglich gestaffelt sein. Für Rentner oder Schüler etwa sollten die Preise günstiger sein.“

Cetin fordert Umsetzung von erstellten Konzepten 

In Sachen Maßnahmen zum Umweltschutz lagen die jungen Leute der „Fridays for Future“-Bewegung weitgehend auf einer Linie mit der Forderung der SPD-Landrats-Kandidatin Filiz Cetin: „Es ist mir wichtig, dass nicht nur immer wieder neue Konzepte erstellt werden. Sie müssen auch umgesetzt werden“, sagte sie. Zudem betonte Cetin: „Natürlich ist der globale Klimaschutz wichtig. Aber genauso wichtig sind die kleinen Schritte vor Ort.“

Forderung nach mehr Aufklärung an Schulen 

Dabei betonte ein Vertreter von „Fridays for Future“: „Erst einmal muss in der gesamten Bevölkerung über alle Altersschichten hinweg das Bewusstsein geschaffen werden, dass etwas verändert werden muss.“ Dazu forderte man als einen der ersten Schritte mehr Aufklärung, vor allem an den Schulen.

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Als Maßnahmen vor Ort konnte sich Ernst ein städtisches Förderprogramm zur Begrünung von Dachflächen oder Fassaden vorstellen. Zudem wurde vorgeschlagen, mehr Bäume auf öffentlichen Flächen zu pflanzen. Hier hakte DianaMeßmer ein. 

Bund Naturschutz plädiert für Erhalt von altem Baumbestand 

Die Umweltbildungsreferentin beim Bund Naturschutz meinte, genauso wichtig wie Neuanpflanzungen sei es, alten Baumbestand zu erhalten: „Wir suchen ständig Baumpaten, die sich bereit erklären, alte Bäume zu pflegen, deren Besitzer dies aus Altersgründen selbst nicht mehr machen können.“

Zuletzt erklärte Stadträtin Camilla Plöckl, dass es doch bereits Arbeitsgruppen gebe, die intensiv an einer Verbesserung des Radwege-Netzes in Bad Tölz arbeiten. Hier lud sie die „Future“-Leute ein, sich mit ihren Ideen einzubringen.

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