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Blitzerschwerpunkt B 472: Zwischen Bad Heilbrunn und Waakirchen sind die Polizei und der Zweckverband Verkehrssicherheit seit Anfang April vermehrt im Einsatz. 

B 472

„Verstärkt mit Blitzern zu rechnen“

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Seit zwei Monaten führen Polizei und Zweckverband an der B 472 mehr Kontrollen durch. Sie wollen herausfinden, wo besonders viel gerast wird.

Vielen Autofahrern ist es schon aufgefallen, manche haben es auch am eigenen Geldbeutel zu spüren bekommen: Auf der Bundesstraße 472 wird seit einiger Zeit verstärkt geblitzt. Hintergrund ist das Pilotprojekt „Raser ausbremsen mit System“, für das sich die Polizei und der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland zusammengeschlossen haben. Sie wollen gemeinsam herausfinden, wo besonders viel gerast wird – und dies nach Möglichkeit ändern.

Seit zwei Monaten sind zwei Teststrecken für das Projekt „scharf geschaltet“. Neben der B 2 ab Autobahnende der A 95 bis zum Ortsende von Murnau ist das die B 472 zwischen Bad Heilbrunn und Waakirchen. „Diese Strecken haben wir ausgewählt, weil es dort vermehrt zu Unfällen gekommen ist. Außerdem zeigen unsere Überwachungsdaten, dass teilweise zu schnell gefahren wird“, erklärt Thorsten Preßler, Leiter des Außendienstes beim Zweckverband. „Und die Gleichung, dass zwischen beidem ein Zusammenhang besteht, ist ja nicht weit hergeholt“, ergänzt Josef Brückner, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands.

Für das Projekt haben Polizei und Zweckverband erstmals ihre Daten zusammengeführt. Das Ziel: an den Stellen und an den Orten zu blitzen, wo viel gerast wird und wo viel passiert. Im Idealfall soll das dazu führen, dass die Autofahrer vom Gas gehen und die Unfallschwerpunkte entschärft werden.

Aktuell gibt es Geschwindigkeitsmessungen entlang der gesamten Teststrecken. „Die Kontrollen sollen möglichst gleichmäßig verteilt stattfinden“, sagt Preßler. Innerhalb geschlossener Ortschaften sei der Zweckverband im Einsatz, auf überörtlichen Strecken die Polizei. „Für die Autofahrer heißt das: Auf der ganzen Strecke ist verstärkt mit Blitzern zu rechnen.“ Dies gelte nicht nur tagsüber, sondern auch spätabends und nachts. Tägliche Kontrollen seien allerdings nicht leistbar. „Wir bedienen in unserem Zuständigkeitsbereich insgesamt 1800 Messstellen. Nur ein Bruchteil davon entfällt auf die Teststrecken“, stellt er klar.

Für erste Erkenntnisse, wo genau die Raserschwerpunkte sind, sei es nach zwei Monaten zu früh. „Um zu belastbaren Ergebnissen zu kommen, müssen wir etwa ein Jahr lang messen.“ Laut Brückner soll am Ende eine Karte der Teststrecke stehen, auf der die einzelnen Messpunkte in verschiedenen Farben markiert sind: von rot für „erhebliche Überschreitungen“ bis grün für „kaum Probleme“. Zwischenergebnisse würden regelmäßig mit der Polizei besprochen – und das Blitzverhalten jeweils angepasst.   

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